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Samtgemeinde Niedernwöhren CDU sieht SPD in der Pflicht
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren CDU sieht SPD in der Pflicht
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00:26 09.11.2014
Die Zukunft der Nordsehler Badewonne ist weiter ungewiss. Quelle: Archiv/rg
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Samtgemeinde Niedernwöhren.

Der Arbeitskreis habe den Auftrag erhalten, Möglichkeiten einer „einfachen“ „Zwei-Beckenlösung“ zu prüfen und einen Vorschlag zu erarbeiten, erinnert Führing. Alle Szenarien einer Belastung des Etats, Entwicklungen der Besucherzahlen, der Betreiberkosten und mehr – „kurzum wirklich alles nur Erdenkliche wurde geprüft, berechnet und bewertet“, sagt er. Es sollten allen Ratsmitgliedern die Kosten für eine Sanierung und Fortführung als „Ein-Becken-“, für die einfache „Zwei-Becken-“ und für die große „Zwei-Becken-Lösung“ vorliegen. „Was möchte man bitte noch mehr haben?“
Zur SPD sagt er: „Ich habe die Mehrheitsfraktion mehr als einmal aufgefordert, doch mal konkret zu sagen, was sie denn für Vorstellungen hat.“ Eine Antwort habe er nie erhalten. „Aus dem Abstimmungsverhalten kann ich nur entnehmen, dass an der Fortführung des Hallenbades kein Interesse mehr besteht.“
Samtgemeindebürgermeister Marc Busse will nachträglich keine Stellungnahme abgeben, weil das Abstimmungsergebnis nicht mehr zu ändern sei. „Es ist nicht meine Art nachzutreten. Auch, wenn ich sehr enttäuscht bin.“
Grünen-Sprecherin Dagmar Kretschmer sagt: „Wir haben alle möglichen Vorschläge, wie das Bad erhalten bleiben kann, ausreichend diskutiert und geprüft.“ Es sei genügend Zeit gewesen, sich zu informieren, nachzufragen und eventuell noch einen anderen Vorschlag einzubringen.
Führing wird konkreter: Sofern die SPD das Bad entgegen ihrem Abstimmungsverhalten doch nicht schließen möchte, sei es jetzt an ihr, „ganz kurzfristig mit ganz klaren Ansagen“ aufzuwarten, wie sie sich die Fortführung vorstellt. „Der Ball liegt weder bei der CDU-Fraktion noch bei der Fraktion der Grünen und auch nicht bei der Verwaltung.“
SPD-Sprecher Gerd Wischhöfer, der krankheitsbedingt nicht an der Abstimmung teilnahm, beruft sich erneut auf das finanzielle Risiko. Die Treffen mit der Arbeitsgruppe beschreibt er als „zielgerichtet“. Letztlich seien die Kosten für die „Zwei-Becken-Lösung“ aber zu teuer. Einige in seiner Fraktion seien bereit, das Risiko einzugehen, andere nicht. Die SPD sei von Anfang an für einen Erhalt des Bades gewesen, „aber nicht zu jedem Preis“.
Die Kosten von rund 70 000 Euro, welche die Samtgemeinde jährlich zuschießt, könnten sich bei einer „Zwei-Bad-Lösung“ verdoppeln. Für Wischhöfer gibt es dabei zu viele Unsicherheits-Faktoren. Noch vor der Samtgemeinderatssitzung habe er seine Fraktion und Busse über seine Zweifel, ob das Konzept mehrheitsfähig sei, informiert.
Wischhöfer kritisiert: Die „Ein-Becken-Lösung“ habe von vornherein in der Arbeitsgruppe keine Berücksichtigung gefunden. Auch der Antrag des Seniorenbeirates auf ein solches Konzept wurde nicht beachtet. Er wünscht: Die Kosten für die Sanierung und Fortführung mit einem Becken sollen auf den Tisch und zur Abstimmung kommen. kil

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