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Das zähe Ringen um Worte

Samtgemeinde Niedernwöhren / Schulausschuss Das zähe Ringen um Worte

Der Schulausschuss der Samtgemeinde Niedernwöhren hat über den ersten Entwurf eines Diskussionspapiers für ein Konzept zur Zukunft der Kindertagesstätten in der Samtgemeinde debattiert. Vom Reduzieren der Kosten für die Kinderbetreuung ist darin keine Rede, keine Kita soll geschlossen werden.

Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). Das Diskussionspapier machte seinem Namen alle Ehre. Im Ausschuss ging es vor allem um Formulierungen. Es wurden zahlreiche Begriffe hin und her geschoben, über Ziele und pädagogische Ausrichtungen „verhandelt“. Ganztagsbetreuung, Integrationsplätze, Gruppengrößen, Entfernungen und etliches mehr spielten eine Rolle.

In dem Papier soll die Samtgemeinde quasi verpflichtet werden, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben in den Mitgliedsgemeinden bedarfsorientierte Kinderbetreuung vorzuhalten. Jürgen Weh störte sich an der Vokabel Mitgliedsgemeinden, weil dies auf Dauer nicht zu gewährleisten sei. Carsten Speck entgegnete, die Formulierung „die Samtgemeinde ist bestrebt“, nehme den Druck heraus. Friedrich Möller fügte hinzu, dass sich das Problem ohnehin erledige, sobald es in einer Gemeinde nicht mehr genügend Kinder gäbe.

Das Konzept soll mittelfristig gültig sein. Zu weit voraus könne niemand brauchbare Prognosen entwerfen. Infrage gestellt wurde, dass in Niedernwöhren mittelfristig ausreichend Vormittagsplätze vorhanden sind. Das Integrationsangebot im „Abenteuerland“ reduziere beispielsweise die Zahl der „Regelplätze“.

Kompliziert wird es beispielsweise an der Stelle, wo es mit dem ebenfalls geplanten Schulkonzept verknüpft werden soll. So kam die Frage auf, ob es sinnvoll ist, vorzugeben, Kinder in einer Kita im künftigen Grundschul-Einzugsbereich unterzubringen. Im Konzept wird es heißen: Es sei wünschenswert, wenn dies so eintrete, um die Kooperation zwischen Kita und Schule zu fördern.

Grundsätzlich wünschte sich Ausschussvorsitzender Dieter Kubba eine übersichtliche Aufstellung dazu, wie viele Kindergartenplätze es gibt und wie groß der Bedarf zu bestimmten Zeitpunkten ist. Denn die Belegung mit unter Dreijährigen hat wegen des höheren Betreuungsschlüssels für altersgemischte Gruppen Einfluss auf die Kita-Kapazitäten. Dasselbe gilt für Betreuungseinrichtungen mit Integrationsplätzen.

Kritik gab es an den nebulösen Angaben aus der Kita „Abenteuerland“. Diese lege ihre tatsächlichen Belegungszahlen nicht offen, was sich die Samtgemeinde nicht bieten lassen sollte, hieß es. Möglicherweise sei es auch möglich, die vertragliche Freigabe einer oder zweier Integrationsgruppen wieder zu kassieren. Schließlich gebe es zwei Vertragspartner: Die Samtgemeinde und die Paritätische Lebenshilfe.

Über die Darstellung von Kapazitäten und Kinderzahlen soll sich die Verwaltung Gedanken machen. Eine weitere Diskussionsrunde soll am Mittwoch, 6. Juni, folgen. Die Sitzung ist öffentlich.

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