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Der Alte SPD-Chef ist der Neue

Samtgemeinde Niedernwöhren Der Alte SPD-Chef ist der Neue

Nachdem der SPD-Samtgemeindeverband Niedernwöhren rund drei Jahre lang nicht mehr getagt hatte, starten die Sozialdemokraten jetzt mit einem neuen Vorsitzenden in die Zukunft.

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Neue Spitze an der SPD: Vizevorsitzende Heidemarie Hanauske begrüßt Jürgen Weh als neuen Vorsitzenden im Vorstand des Samtgemeindeverbandes.

Quelle: kil

Samtgemeinde Niedernwöhren. Klaus Tanski stand seit 2006 an der Spitze des Samtgemeindeverbands und gibt seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen ab. Auch an der Mitgliederversammlung konnte er nicht teilnehmen. Heidemarie Hanauske, stellvertretende Vorsitzende, dankte Tanski dennoch für sein großes Engagement. „Er hat den Vorstand jahrelang vorbildlich geführt.“ Aber in den letzten Jahren sei es ihm gesundheitlich nicht mehr möglich gewesen, aktiv den Vorsitz auszufüllen. Darum fand die letzte Sitzung auch 2012 statt.

Nun wird Jürgen Weh (65) – „ihr seid selbst Schuld, wenn ihr so einen alten Knochen wie mich nochmal nehmt“ – Tanskis Nachfolger. Interessant: Weh war damals schon einmal Vorsitzender und hatte den Posten seinerzeit (2006) an Tanski abgegeben.

An Wehs Seite im Vorstand stehen Hanauske, die einstimmig wiedergewählt wurde, und Friedrich Monschau, der mit einer Enthaltung neu gewählt wurde und Björn Rümpler ablöst. Kassierer bleibt Helmut Schaer, Schriftführer Dietmar Mensching.

Weh appellierte an die rund 30 Sozialdemokraten, gemeinsam daran zu arbeiten, dass die SPD auch in den kleinen Gemeinden „wieder stärker“ wird. „Das kann auch Spaß machen“, sagte er. Künftig soll es sechs Vorstandssitzungen jährlich geben. Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2016 sei das wohl angemessen. Eigentlich wollte er seine Schlussrede mit der Frage starten „Macht es überhaupt noch Sinn, Orts- und Samtgemeindeverbände zu betreiben?“ Da die Versammlung zu diesem Zeitpunkt aber schon zwei Stunden lief, beließ er es bei der offenen Frage und ging stattdessen auf politische Aspekte ein. Es gehe lokal darum, „die Mittel, die wir noch haben, vernünftig einzusetzen“. Dabei sei man gefordert, auch mal „Farbe zu bekennen“. Darüber hinaus sagte er: „Auch die große Politik sollte uns berühren.“ Stichwort Flüchtlinge. „Es brennen immer noch Flüchtlingsunterkünfte.“ Das zeige, dass politisch noch viel Arbeit zu erledigen sei. Ein Grund, warum die Menschen nach Europa flüchteten, seien Freiheit und Demokratie. Dieses „hohe Gut“ sei kein Selbstgänger. „Demokratie ist auch manchmal schwer.“ Trotzdem müsse man daran arbeiten, die Demokratie zu stärken. „Denn, wo entsteht Meinung, wenn nicht im Ortsverein?“

Im Bericht des Vorstandes ging Hanauske auch auf die Wahlen der vergangenen Jahre ein. Zum Samtgemeindebürgermeister Marc Busse (parteilos) gab sie ein persönliches Statement ab: Auch, wenn sie als Kreistagsmitglied nur als Beigesetzte im Samtgemeinderat ist, „muss ich sagen, dass ich mich manchmal doch sehr wundere über das, was dort vom Verwaltungschef abgeliefert wird“, sagte sie. Die Unterlagen und Informationen seien „zum Teil nicht so vorbereitet, dass es die Entscheidungsfindung leichter macht oder befördert“. Zwar sei Busse „nicht in unserer Partei“, dennoch dürfe man nicht vergessen, dass die SPD die stärkste Fraktion im Rat sei und damit maßgeblich die Entscheidungen beeinflusse. kil

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