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Der Jugend ist es nachts zu düster

Samtgemeinde Niedernwöhren Der Jugend ist es nachts zu düster

Die Jugend der Samtgemeinde Niedernwöhren begehrt gegen die Nachtabschaltung der Straßenlaternen auf. Besonders während des Sommers, in dem viel Rad gefahren und zu Fuß gegangen werde, fühlen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Weg nach Hause nicht sicher.

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Die Landjugend Lauenhäger Land fühlt sich auf dem Nachhauseweg nachts nicht sicher.

Quelle: bab/Montage aha

Samtgemeinde Niedernwöhren. Die Abschaltung von 24 bis 5 Uhr wurde vor rund zwei Jahren vom Samtgemeinderat beschlossen, um zu sparen.

 „Seit der Abschaltung der Straßenbeleuchtung wirkt die Gegend hier zweifellos noch verlassener als sonst“, meint Vanessa Goede aus Meerbeck. „Wenn man bei absoluter Dunkelheit seine Hand nicht vor Augen erkennen kann, ist der Nachhauseweg ohne ein ungutes Gefühl nicht möglich.“

 Zwar studiert Göde inzwischen und ist eher sporadisch in ihrem Heimatort, zur Zeit der Erntefeste ist sie jedoch häufiger zu Gast und nachts auch unterwegs auf den Straßen in der Samtgemeinde. Goede ist auch nicht die einzige, die nachts Licht haben möchte. Die Landjugend Lauenhäger Land sieht das ebenso. Für die Jungs ist das „im Sommer nicht so das Problem“, aber „kritisch wird es im Winter, man sieht nicht viel und legt sich auf die Klappe“, sagt Maximilian Böhne. Und seine Kumpels von der Landjugend können ebenfalls einige Geschichten in dieser Richtung beisteuern. Dennoch sei auch der Sommer nicht unproblematisch. Die Lauenhäger Landjugend triff sich zurzeit regelmäßig, um das Erntefest vorzubereiten. Ab Juni seien die Treffen jeden Freitagabend, die letzten drei bis vier Wochen vor dem Erntefest auch täglich. „Es kommt öfter vor, dass es bis in die Nacht geht“, berichtet Böhne.

 Mulmig wird den Mädchen vor allem, wenn sie allein unterwegs sind. „Eine Freundin aus Hülshagen ist nach einer Landjugendfeier von einem Auto verfolgt worden. Sie hatte Glück, dass sie ihren Hof erreicht hatte und abbiegen konnte“, weiß Svenja Batta zu berichten. „Ich war mit Freundinnen neulich mit dem Rad unterwegs, da kam zur Sprache, dass die sich alle nicht mehr so wohlfühlen“, berichtet Vanessa Goede, die meint, ohne Straßenbeleuchtung werde es potenziellen Straftätern noch einfacher gemacht.

 Samtgemeindebürgermeister Marc Busse kennt das Problem und auch die Klagen darüber. „Neulich sind erst wieder Leute da gewesen, die sich beschwert haben“, bemerkt er. Die Entscheidung für die Nachtabschaltung sei damals auch sehr knapp ausgefallen. Die Samtgemeinde habe nach zwei Jahren jetzt vor, Bilanz zu ziehen. Zu den Festen am Wochenende werde das Licht zwar eingeschaltet, „das Thema ist aber immer aktuell“, sagt Busse.

 Die Samtgemeinde ersetzt laut Busse die kaputten Natriumdampflampen inzwischen durch LED-Technik. Die Einsparungen die dadurch erreicht würden, könnten vielleicht genutzt werden, um die Beleuchtung nachts wieder anzustellen. In jedem Fall komme das Thema Ende des Jahres noch einmal auf den Tisch des Samtgemeinderates. bab

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