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Die „Niedern-D-Mark“ soll kommen

Samtgemeinde Niedernwöhren / HGV Die „Niedern-D-Mark“ soll kommen

Der Handel- und Gewerbeverein der Samtgemeinde Niedernwöhren (HGV) plant die Herausgabe einer „Niedern-D-Mark“ beziehungsweise eines „Niedern-Groschens“. Die Sonder-„Währung“ soll eine eigene Version des „Schaumburg-Fünfers“ sein.

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Die „Niedern-D-Mark“ soll unter anderem Kaufkraft in der Samtgemeinde bündeln. © gus

Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). Eigentlich wollte sich der HGV an den „Fünfer“ anhängen, doch die Mehrheit beim Stammtisch sprach sich für eine eigene Version aus. Diese „Währung“ soll als Gutschein nur in Geschäften der HGV-Mitglieder einlösbar sein.

Die stellvertretende Vorsitzende Kirsten Kirchhoff erklärte, dass die „Niedern-D-Mark“ als Geschenk-Idee von Nutzen wäre, da auf diese Weise Geld bei den Gewerbebetrieben in der Samtgemeinde bleiben würde. Und diese Gutscheine machten sich als Präsent auch besser als Bargeld. In Rinteln und Stadthagen laufe der „Schaumburg-Fünfer“ bereits sehr gut.

Deshalb wäre es denkbar, den „Schaumburg-Fünfer“ probeweise auch in der Samtgemeinde Niedernwöhren einzuführen. Die Gutscheine im Wert von jeweils fünf Euro wären dann in allen teilnehmenden Geschäften erhältlich. Kunden können den „Fünfer“ in beliebiger Anzahl kaufen.
Es sei auch möglich, Inhaber eines „Fünfers“ für sechs Euro in einem Geschäft einkaufen zu lassen – als zusätzlichen Anreiz. Doch auch Kirchhoff hatte bereits mit einer eigenen Niedernwöhrener „Währung“ geliebäugelt.

Walter Hardekopf, der auch Mitglied des HGV Lindhorst ist, berichtete, dass es in der Samtgemeinde einen HGV-Gutschein gibt. Dieser laufe sehr gut. Die Gutscheine gehen regelmäßig über den Tresen. Auch bei Feierlichkeiten wie dem Sommerfest und dem Weihnachtsmarkt werden Gewinne in Form der Gutscheine ausgelobt.

Der HGV-Vorsitzende Uwe Auel gefiel die Idee eines HGV-Gutscheins für die Samtgemeinde Niedernwöhren. Er bat Hardekopf, weitere Informationen zu übermitteln. Denn ein „Schaumburg-Fünfer“ hätte den Nachteil, dass das Geld wahrscheinlich eher in der Kreisstadt als in Niedernwöhren ausgegeben würde. Hardekopf sagte, es sei wichtig, die Banken vor Ort ins Boot zu holen, weil diese den Gutschein beziehungsweise die „D-Mark“ vertreiben müssen.

Rolf Wöbbeking pflichtete Auel bei und verwies darauf, dass eine Bindung der Kunden zum örtlichen Handel erreicht werden muss. Als Vorzeigebeispiel nannte er das Schuh- und Sporthaus Wilkening, das mit Rabatt-Aktionen in Kooperation mit Sportvereinen arbeitet.

Wegen der Negativ-Debatte um den Euro lehnten einige Diskussionsteilnehmer den Begriff „Niedern-Euro“ zugunsten von „Niedern-D-Mark“ beziehungsweise „Niedern-Groschen“ abgelehnt. Alle weiteren Planungen sollen nun angeschoben werden. Ganz vom Tisch ist der „Schaumburg-Fünfer“ in Niedernwöhren allerdings noch nicht, hieß es.

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