Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Doch nicht so tot, wie es schien

Samtgemeinde Niedernwöhren Doch nicht so tot, wie es schien

„Wir sind doch nicht nur wegen der Schnittchen hier, oder?“ – Bei einem eher ungewöhnlichen Treffen hat der Handel- und Gewerbeverein (HGV) Niedernwöhren nach neuen Zielen gesucht. „Wofür wollen wir uns engagieren? Und worauf kommt es an?“ Diese Fragestellung stand über dem ersten „World-Café“. Der Vorstand hatte seine Mitglieder dazu eingeladen, um herauszufinden, wie viel Leben noch in dem Verein steckt.

Voriger Artikel
Packende Duelle
Nächster Artikel
Anrufbus auf Expansionskurs

Premiere beim HGV: Im „World-Café“, bei Schnittchen und Getränken an wechselnden Tischrunden, entfalten sich nach anfänglichem Zögern noch lebhafte Diskussionen.

Quelle: kil

Samtgemeinde Niedernwöhren. Anstoß war die magere Resonanz der Mitglieder bei vergangenen Veranstaltungen (wir berichteten). Diesmal waren rund 20 Mitglieder erschienen – immerhin mehr als beim letzten Mal. „Brauchen wir den HGV noch? Und was wollen wir erreichen?“, warf der Vorsitzende Peter Pape zu Beginn die Frage in den Raum.

 Um Antworten zu finden, hatten Ute Held, Benjamin Roß und Sören Sölter im Vorfeld ein Konzept erarbeitet. Alle Mitglieder bekamen einen Fragebogen zugeschickt, bei dem es zum Beispiel um konkrete Ziele und den persönlichen Nutzen des Vereins für die Mitglieder ging. Die Rücklaufquote lag bei rund 50 Prozent. Die Ergebnisse wurden beim sogenannten „World-Café“ diskutiert. Die Idee dahinter erläuterte Held: Das Wichtigste bei Kongressen wird immer in den Pausen besprochen und nicht, wenn alle in einer Runde sitzen und vorne Einer spricht. In der Praxis sah das im Saal des „Alten Krugs“ dann so aus: Die Mitglieder verteilten sich in kleinen Gruppen an den Tischen, um jeweils 15 Minuten lang darüber zu sprechen, wo die Reise für den HGV hingehen soll. Die Tischdecken waren aus Papier und sollten mit den erarbeiteten Fragen und Ideen beschriftet werden. Wenn die Zeit um war, wechselten die Teilnehmer die Tische, um die Diskussion weiterzuspinnen. Nach anfänglichem Zögern, wie man es von Gruppenarbeiten in der Schule kennt, entfachten tatsächlich viele lebhafte Gespräche. „Warum ist die Resonanz so schlecht? Keine Lust oder keine Zeit?“, „Sollte man die Gewerbeschau nicht mal anders organisieren – vielleicht dezentral als eine Art Rallye?“, „Die Weiterempfehlungskultur unter den Mitgliedern sollte mehr gepflegt werden“ und „Der HGV müsse mehr Kontakt zu Politik und Verwaltung haben“. So lauteten nur einige der vielen Aspekte, die an diesem Abend zur Sprache kamen.

 Ein zentrales Problem: Nicht nur viele Einwohner der Samtgemeinde, sondern auch HGV-Mitglieder selbst wüssten oft gar nicht, welche Betriebe es vor Ort überhaupt gibt. Abhilfe, um den Verein und die heimischen Betriebe bekannter zu machen, könnten ein attraktiveres Branchenbuch, ein Tag der offenen Tür, Betriebsbesichtigungen sowie die Einbindung von Vereinen und Schulen sein, trugen die Mitglieder zusammen. Eine Idee war es, Schülern über den HGV auch Praktikumsplätze vor Ort zu vermitteln.

 Das Ergebnis löste nach anfänglicher Skepsis schon fast Euphorie beim Vorstand aus: „Der Verein ist doch nicht so tot, wie es schien“, freute sich Pape am Ende des „World-Café“. Jetzt wolle er alles daran setzen, den Verein mit Leben zu füllen. Als ersten Punkt solle der Vorstand auf Verwaltung und Politik zugehen.

 Auch Sölter und Held waren mit dem Verlauf des ersten „World-Cafés“ sehr zufrieden. „Ich hoffe, dass daraus eine neue Blüte wächst“, kommentierte Held die Ergebnisse des Abends.kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg