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Eigenständigkeit wird toleriert

Gute Nachricht für Ortswehren Eigenständigkeit wird toleriert

Die Feuerwehren Volksdorf-Kuckshagen und Hülshagen dürfen eigenständig bleiben, obwohl dies vom Feuerwehrkonzept der Samtgemeinde abweicht. Dafür hat sich der Feuerwehrausschuss ausgesprochen.

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Quelle: Symbolfoto

Samtgemeinde Niedernwöhren. Mit der Einschränkung: Die Eigenständigkeit werde so lange toleriert, wie die Vorgaben hinsichtlich Personalstärke erfüllt werden und keine wesentlichen Investitionen für Fahrzeuge und Gerätehäuser anfallen.

Hintergrund sind die 2009 vom Rat gefassten Beschlüsse, die auf dem Feuerwehrkonzept von 2008 beruhen. Entschieden wurde damals, dass eine Wache Süd-West mit den Ortswehren Niedernwöhren, Meerbeck und Volksdorf sowie eine Wache Ost mit Lauenhagen, Nordsehl und Hülshagen gebildet wird. Diese Beschlüsse konnten nicht vollständig umgesetzt werden, da die beiden Wehren eigenständig bleiben wollen.

Keine Zwangsfusion oder Auflösung gewollt

Im Ausschuss bestand Einigkeit, dass weder eine Zwangsfusion noch die Auflösung einer Ortswehr – wie in Ottensen – gewollt ist. Nun sei der Wunsch der Politiker geäußert worden, eine Regelung für den Umgang mit Volksdorf und Hülshagen zu finden, schilderte Samtgemeindechef Marc Busse. Zusammen mit den Ortsbrandmeistern wurde die Situation diskutiert. Dabei sei deutlich geworden, dass eine gute Zusammenarbeit der Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen mit Hülshagen bestehe, während es mit den Volksdorfer Kameraden gar keine Kooperation gebe. Ausgewertet wurde auch die Einsatzbereitschaft der Wehren.

Dabei kam bezüglich Volksdorf heraus: Die Beteiligung an Dienstabenden sei nicht mit der Einsatzbereitschaft gleichzusetzen. Darüber stolperte Gerd Wischhöfer (SPD) und bat um Klärung. Busse: Die Dienstberichte in Volksdorf dokumentierten zum Teil nur eine Beteiligung von vier oder fünf Mitgliedern. Herausgestellt habe sich aber, dass bei tatsächlichen Einsätzen wesentlich mehr Aktive mit dem nötigen Wissen beteiligt seien.

Keine Kooperation mit Volksdorf

Die Bewirtschaftungskosten für die Feuerwehrhäuser betragen jährlich 1600 Euro für Volksdorf und 2400 für Hülshagen. Dazu komme noch die Unterhaltung der Fahrzeuge, merkte Wilhelm Eickenjäger (CDU) an. Kritisch sah er die fehlende Kooperation mit Volksdorf. „Alleine geht doch gar nichts.“ Gemeindebrandmeister Dieter Kappmeier sprach an, dass die Volksdorfer sich auch mal im Atemschutz schulen sollten.

Martin Opfermann, Ortsbrandmeister in Volksdorf, erklärte im SN-Gespräch, warum die rund 20 Aktive zählende Orstwehr keine Zusammenarbeit forciert: Zum einen sei die örtliche Nähe zu Hespe größer. Zum anderen könne die Ortswehr bei der technischen Ausrüstung nicht mithalten. So habe die Wehr beispielsweise keine Atemschutzgeräte, um an einem Lehrgang teilzunehmen. Übrigens: Das Fahrzeug der Ortswehr ist etwa 24 Jahre alt. In neue Fahrzeuge will die Samtgemeinde nicht mehr investieren. kil

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