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„Erinnerungen an eine tolle Zeit“

Niedernwöhren / Abschied von Fritz Anke und Klaus-Dieter Wilkening „Erinnerungen an eine tolle Zeit“

Gehen, wenn es Spaß macht? Für Niedernwöhrens Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke (65) trifft das auch nach unglaublichen fast 48 Dienstjahren noch uneingeschränkt zu. Auch Klaus-Dieter Wilkening (60), der ebenfalls ausscheidende Leiter des Standes- und Ordnungsamtes, geht in diesen Tagen mit einer Erinnerung an eine „tolle Zeit“ in den Unruhestand.

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Für Fritz Anke (links) und Klaus-Dieter Wilkening stehen immer Sachlichkeit und Menschlichkeit im Vordergrund.

Quelle: jpw

Samtgemeinde Niedernwöhren (jpw). Nach zehn Jahren Dienst beim Landkreis Schaumburg-Lippe wechselte Anke zum 1. Januar 1974 als „zweiter Mann“ zur neu formierten Samtgemeinde Niedernwöhren. 1992 beerbte er Willi Bartels als Samtgemeindedirektor, und im Jahr 2006 wurde er zum „eingleisigen“ Samtgemeindebürgermeister gewählt.
Fast genauso lange – seit 1978 – arbeitet Wilkening in der Samtgemeinde. Ein Unfall als Techniker auf dem Fliegerhorst Wunstorf hatte ihn zunächst zur Bundeswehrverwaltung und schließlich in die Samtgemeindeverwaltung geführt.
„Rund 1000 Ehen“ hat Wilkening auf seinem „schönen Gebiet“ als Standesbeamter geschlossen, nicht nur im Trauzimmer des Niedernwöhrener Rathauses, sondern auch im Lauenhäger Bauernhaus und im Wilhelm-Busch-Geburtshaus.
Mit viel Engagement haben Anke und auch Wilkening den „vielseitig interessanten Aufbau der Samtgemeinde“ geleitet und begleitet: „Das Interessante war der Aufbruch 1974. Wir hatten hier nichts und mussten alles schaffen“, erinnert sich Anke unter anderem an die Strukturen für ein neues Rathaus, Satzungen für Feuerwehr, Turnhallen und Schulen.
Ankes Credo, „für den Bürger da zu sein“ und als Verwaltung ein gutes Verhältnis zur Politik zu pflegen, lebt auch Wilkening in besonderer Weise. Dessen Ziel, als Ordnungsamtsleiter immer „kritische Themen auf diplomatische Art und Weise zu lösen“, sieht er erreicht.

  • Anke über Wilkening: „Immer bereit. Organisationstalent. Ihn kennen 5000 Leute, er kennt aber wiederum 10 000 Leute. Er ist bekannt wie ein bunter Hund – hat unendlich viele Kontakte. Das hilft bei vielen Dingen. Wunderbar. Außerdem habe ich nie erlebt, dass Klaus-Dieter Wilkening mal schlechte Laune hatte.“
  • Anke über ganz besondere Projekte: Vor allem die Entwicklung des Anruf-Busses und die „Badewonne“ nennt Anke. Der Anrufbus habe sich durch den Verein inzwischen „toll entwickelt“ und sei beispielhaft in Niedersachsen. Ähnlich sei es bei der „Badewonne“. Rolf Wöbbeking habe das mit seinem ganzen Team „hervorragend gepuscht“. Dazu kommen für Anke die Entwicklung dreier Bauten: des „Lauenhäger Bauernhauses“, des „Vorzeigeobjekts“ Kindergarten Nordsehl und der Feuerwache Südwest – ohne Druck von oben.
  • Anke über seinen Ruhestand: Anke hat bereits den Vorsitz im Förderverein „Lauenhäger Bauernhaus“ übernommen, dort will er sich engagieren, genau wie im Vorstand der „Schaumburger Landschaft“. Auch seine Familie soll mehr zu ihrem Recht kommen, des Weiteren will er wieder mehr aktiven Sport treiben.
  • Wilkening über Anke: „Sehr menschlich, sehr offen. Er schenkt Vertrauen, beobachtet zwar immer, ist dabei aber sehr sachlich, sehr fair und sehr ehrlich. Alle positiven Worte, die man auf diesem Gebiet suchen kann, habe ich in meinem Chef gefunden.“
  • Wilkening über ganz besondere Projekte: Als seinen persönlichen Höhepunkt behält Wilkening die Zusammenarbeit aller beteiligten Vereine, Institutionen und der Kirche bei den Trauungen am magischen „9.9.99“ in Erinnerung, als die Samtgemeinde Niedernwöhren vom NDR begleitet zu den ersten Kommunen in Deutschland gehörte: „Um acht Sekunden nach Mitternacht waren wir fertig.“ Selbst die Kirchenuhr für das Kamerateam noch einmal zurückzudrehen, sei kein Problem gewesen, sagt Wilkening schmunzelnd.
  • Wilkening über seinen Ruhestand: Dieser soll aus seiner Sicht durchaus nicht seinen letzten, sondern den nächsten Abschnitt bedeuten und unter dem Motto stehen: „Genießen, aber auch helfen.“ Für die Familie will er wesentlich mehr Zeit haben, ein wenig als „Hausmeister“ fungieren, aber auch für die eigene Gesundheit mehr tun, seine Freizeit genießen und reisen. Im Hintergrund will er seine Tochter im Schuh- und Sporthaus unterstützen.

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