Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Flüchtlings-Netzwerk für Niedernwöhren

Ehrenamtlicher Helferkreis Flüchtlings-Netzwerk für Niedernwöhren

Die Samtgemeinde Niedernwöhren will ein Netzwerk für die Flüchtlingshilfe einrichten. Die Ereignisse der Kölner Silvesternacht sollen dabei nicht ignoriert werden. Bei einem Treffen im Gemeindehaus Meerbeck am 19. Januar um 19 Uhr soll das weitere Vorgehen besprochen werden.

Voriger Artikel
Großer Schritt in der Feuerwehrwelt
Nächster Artikel
Rundflüge über die Messe

Die Kirche übernimmt in der Samtgemeinde Niedernwöhren eine führende Rolle beim Aufbau eines Flüchtlingsnetzwerkes.

Quelle: Archivfoto

Samtgemeinde Niedernwöhren. Bisher haben sich nur 24 Interessenten gemeldet. Pastorin Antje Stoffels-Gröhl von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Meerbeck geht davon aus, dass danach „über die Beteiligung der Vereine mehr möglich sein wird“. Im Meerbecker Gemeindehaus laufen organisatorische und bürokratische Fäden hinter dem Netzwerk zusammen, was aber eher dem Zufall geschuldet ist, wie Stoffels-Gröhl erklärt. Die Kirche sei nicht alleinige treibende Kraft hinter dem Vorhaben. Die Idee sei bei einem Treffen zum Thema Flüchtlinge auf Einladung der SPD entstanden.

Auswirkungen würden auf den Umgang miteinander im Netzwerk sicher auch die Ereignisse von Köln haben, wo Frauen in der Silvesternacht massenweise sexuell belästigt wurden und die Polizei anschließend auch Flüchtlinge unter den Verdächtigen ausmachte. Unter den Helfern, die sich bisher gemeldet hätten, seien auch viele Frauen, so Stoffels-Gröhl.

„Wir werden klarmachen, dass wir hier nicht in einem Patriarchat leben“, sagt die Meerbecker Pastorin. Aus eben solchen männerdominierten Gesellschaften stammten mutmaßlich viele der Flüchtlinge. Einige verstünden womöglich die Fehler gar nicht, die sie gemacht haben, sagt Stoffels-Gröhl. Die Pastorin: „Wir wollen uns auf gegenseitiger Augenhöhe begegnen.“

Das Netzwerk soll die Verwaltung unterstützen, wie es auch ähnliche Netzwerke andernorts im Landkreis machen. „Ohne jetzt schon Genaues sagen zu können, wird es wohl auf eine Art Patenschaft hinauslaufen“, erklärt Stoffels-Gröhl. Sie könne sich vorstellen, „dass man einfach fragt“, was gebraucht wird. „Und wenn das ein Fahrrad ist, erkundigt man sich, wer noch ein altes hat, das nach ein paar kleinen Reparaturen wieder einsatzbereit wäre“, so die Pastorin weiter.

Auch wöchentliche Fahrten nach Stadthagen mit dem Kirchenbulli seien denkbar. Wichtig aber: „Wir wollen die Menschen nicht hilflos machen.“ Ein Netzwerker könnte ihnen auch einfach erklären, wie das mit dem Anrufbus der Samtgemeinde funktioniert.

Nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt verfügt inzwischen fast jede Samtgemeinde beziehungsweise Stadt im Landkreis über ein Netzwerk freiwilliger Helfer. Viele Extras in der Betreuung fielen ohne sie weg, kümmerten sie sich doch um Dinge, die über die Grundbedürfnisse wie Essen oder ein Dach über dem Kopf hinausgehen. Den hauptamtlichen Profis sollten sie aber das Feld überlassen, wenn es um rechtliche Angelegenheiten wie den Asyl-Antrag geht.

Wer für die Flüchtlinge netzwerken will, kann sich melden bei der Kirchengemeinde Meerbeck, Telefon (05721) 1854, E-Mail: meerbeck@lksl.de. jcp

Aufruf zur Fahrradspende

Fahrräder für die Flüchtlinge sammeln: Diese Idee ist im Zuge des „Runden Tisches“ zum Thema Flüchtlinge in der Samtgemeinde Niedernwöhren entstanden und mittlerweile auch in die Tat umgesetzt worden. Ab sofort können Räder während der Bürgermeistersprechstunde – montags von 17.30 bis 19 Uhr in der „Alten Schule“ in Niedernwöhren – abgegeben werden. Stefan Bulmahn überprüft die eingehenden Räder auf ihre Verkehrstüchtigkeit und bessert kleine Mängel aus, bevor sie an die Flüchtlinge in der Samtgemeinde weitergeleitet werden sollen. kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg