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Förderverein der Badewonne bleibt gelassen

Tropicana-Entscheidung Förderverein der Badewonne bleibt gelassen

Der Stadthäger Rat hat für den Förderantrag zum Bau eines Bewegungsbeckens im Tropicana gestimmt. Sollte dieses umgesetzt werden, könnte es eine Konkurrenz zum Nordsehler Hallenbad bedeuten. Den Förderverein der Badewonne und die Fraktionsspitzen im Samtgemeinderat lässt das allerdings kalt.

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Quelle: Archivfoto

Samtgemeinde Niedernwöhren. „Wir haben keine feuchten Hände“, sagte Rolf Wöbbeking, Vorsitzender des Fördervereins auf Anfrage der SN. Die Tropicana-Pläne „tangieren uns nicht“. Der Wille des Fördervereins, die Badewonne zu kaufen, sei ungebremst. Bei einer Mitgliederversammlung des Fördervereins im Oktober war allerdings mehrfach ein kritischer Blick nach Stadthagen geworfen worden.

Wöbbeking betonte indes im SN-Gespräch, der Markt für Gesundheitsbäder sei „riesig“. Er sehe in einem weiteren Bewegungsbecken keine bedrohliche Konkurrenz. „Immer mehr Menschen entdecken den besonderen Gesundheitswert von Wasser“, führt er an. „Wobei Aufenthalts- und Ruhequalität, Ambiente und Top-Service wichtige Erfolgsfaktoren sind“, argumentiert er.

Der Rat in Stadthagen habe nach Wöbbekings Meinung „eine sicherlich gute Vorentscheidung getroffen“. „Wir wissen, dass es längst ein Comeback für kleine, regionale und individuell geführte Gesundheitsbäder gibt.“ Insoweit sei das „prinzipiell auch eine gute Entscheidung für die Zukunft der Badewonne und eine Bestätigung für unsere bisher erfolgreiche Entwicklung“, glaubt er.

Auch die Spitzen von SPD und CDU im Niedernwöhrener Samtgemeinderat lassen sich von den Stadthäger Plänen nicht verunsichern. Am 9. Dezember tagt der Samtgemeindeausschuss zum Kaufantrag des Fördervereins, am 16. Dezember der Samtgemeinderat.

Gerd Wischhöfer (SPD): „Die Entscheidung für oder gegen ein Bewegungsbecken durch den Rat der Stadt Stadthagen hat primär sicherlich keinen Einfluss auf unsere Entscheidung.“ Er sagt: Letztlich gehe es in Niedernwöhren um die Möglichkeiten und Entwicklungen, die die Samtgemeinde dem Bürger bieten könne und wolle.

Auch Ernst Führing (CDU) sieht keine Konkurrenz – „definitiv nicht“. Das Stadthäger Vorhaben sei nicht mit der Badewonne zu vergleichen. Vielmehr findet der Fraktionschef: Wenn die Stadthäger Politiker sogar mit einer schwarzen Null für das Bewegungsbecken rechnen – „warum soll sich dann die Badewonne nicht rechnen?“

Schon bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins im Oktober machten die Badewonnen-Freunde klar: Um konkurrenzfähig zu bleiben, müsse das Bad seine Besonderheiten bewahren und stärken. Und zwar ein kleines und gemütliches Bad zu sein, in dem die soziale Komponente eine große Rolle spielt. Man dürfe sich von Stadthagen nicht dazu verleiten lassen, etwas besonders schön machen zu wollen – das Bad solle ein Familienbad bleiben. kil

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