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Samtgemeinde Niedernwöhren Für die Wildnis gerüstet
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Für die Wildnis gerüstet
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00:16 20.07.2016
Gespannte Blicke: Thomas Held hat beim Feuermachen die volle Aufmerksamkeit der Kinder. Quelle: kil
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NIEDERNWÖHREN.

Zuerst ging es in den Wald. „Da haben wir uns Tierkacke angesehen“, berichtete Anton und fügte hinzu: „Der hat vorher Kirschen gegessen, das hat man an den Kernen gesehen.“
Als Nächstes ging es ans Schnitzen. Die Jungen und Mädchen lernten den verantwortungsbewussten Umgang mit Schnitzmessern. „Die Kinder können das, es wird ihnen heute nur oft nicht zugetraut“, sagt Held, der dem Nachwuchs einschärfte: „Man sollte immer viel Respekt vor Messern haben.“ Eifrig schnitzten die Kinder an ihren Stöcken herum. „Da machen wir nachher Marshmallows drauf“, erzählte Gerrit – und die Vorfreude war ihm anzumerken. Und Sela, die zu den zwei wenigen Mädchen zählte, die sich für die Aktion angemeldet hatten, meinte lässig: „Das ist gar nicht schwer.“ Und macht es auch Spaß? „Auf jeden Fall“, antwortete Gerrit.
Damit die Kinder ihre Marshmallows über dem Feuer rösten konnten, musste zunächst ein Feuer gemacht werden. Und zwar ohne Feuerzeug, Grillanzünder und Streichhölzer. Held zeigte den Kindern, wie man mit einem Feuerbogen aus Holz und Schnur, einem Brett mit Loch und Baumharz und einer Spindel Feuer erzeugt – durch Reibung. Unter großem Staunen der Kinder entstand schon nach wenigen Minuten eine kleine Glut, die Held anschließend in Heu und Zunder bettete und so lange Luft hinein blies, bis die Flammen züngelten. „Mach weiter, schneller“, feuerte Niklas den Wildnisexperten dabei an, und als das Feuer schließlich brannte, jubelten und klatschten die Kinder begeistert, völlig fasziniert von dem Schauspiel.
Held hat sich vor rund einem Jahr mit seiner Wildnisschule selbstständig gemacht. Er gibt Kurse für Kindergruppen und für erwachsene Interessierte. Eventuell bietet er demnächst auch einen Gerberkurs zum Ledermachen an. Außerdem bildet er Wildnispädagogen aus.kil

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