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Fundtiere belasten den Haushalt

Kosten für die Samtgemeinde verdoppelt Fundtiere belasten den Haushalt

Die rasant gestiegene Zahl an Fundtieren macht der Samtgemeinde Niedernwöhren Sorgen. Denn für jedes Tier, das auf diese Weise im Tierheim landet, muss die Kommune zahlen. Von 34 Fundtieren im Jahr 2013 hat sich die Zahl der abgelieferten Vierbeiner 2014 auf 69 verdoppelt. Der Großteil davon sind Katzen.

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Zahlreiche streunende Katzen warten im Tierheim auf einen neuen Besitzer – meist vergeblich.

Quelle: kil

Samtgemeinde Niedernwöhren. Die Samtgemeinde drückt für jedes Tier pro Tag zwölf Euro an das Tierheim ab – für eine Unterbringung von maximal vier Wochen. Und da es in den seltensten Fällen zu einer Vermittlung der herrenlosen Tiere kommt, heißt es vom Ordnungsamt der Samtgemeinde, zahle die Kommune auch fast immer die vollen 30 Tagessätze. „Das sprengt unseren Etat“, klagt das Ordnungsamt, und auch der Finanzausschuss befand in seiner jüngsten Sitzung: Das ist zu viel.
Der Ansatz im Haushaltsplan 2015 wurde wegen der aktuellen Entwicklung von 7000 Euro auf 21 500 Euro hochgesetzt. Der Finanzausschuss hat aber empfohlen, die Summe wieder auf 10  000 Euro zu senken und das Problem anders anzugehen.
Samtgemeindebürgermeister Marc Busse ist dieses Problem „schon lange ein Dorn im Auge“. Zusammen mit den Ausschussmitgliedern ist er sich einig, dass man noch einmal klar definieren müsse: „Was ist eigentlich ein Fundtier?“ Es sei wichtig, den Dialog mit den Betreffenden zu suchen, und klarzustellen, dass man wirklich nur herrenlose Tiere abgeben soll. Auch der Vorwurf, dass manche Menschen gezielt auf die Jagd nach streunenden Tieren gingen, stand im Raum.
Wenn Leute ihre Tiere einfach abgeben, weil sie sie nicht mehr gebrauchen können, „dann kann das nicht die Samtgemeinde finanzieren“, machte in diesem Zusammenhang Ausschussmitglied Jürgen Weh (SPD) klar.
Dass die Niedernwöhrener Zahl im Vergleich zu den Nachbarkommunen heraussticht, bestätigt auch Kerstin Kassner, Tierheimleiterin in Stadthagen. Auf den Hinweis von Einwohnern seien die Mitarbeiter in den vergangenen Monaten selbst aktiv geworden. Allein im Zeitraum Oktober/November hätten sie 30 Katzen am Kompostwerk nahe des Mittellandkanals eingefangen. Die Mitarbeiter der Anlage hätten die Streuner zwar lieber als Mäusefänger behalten, Kassner betont aber, dass es zu einer Katzenplage käme, wenn sie dort nicht eingreifen würden. Vier Gitterboxen mit Futter wurden zu diesem Zweck vor Ort platziert. Dreimal täglich kontrollierten die Mitarbeiter die Fallen, damit die Katzen schnell befreit werden konnten.
Ein Problem mit Streunern bestehe auch in Mittelbrink, meint Kassner. Anwohner hätten bereits einige Tiere von dort ins Heim gebracht. Im Frühjahr will der Tierschutzverein auch dort Fallen aufstellen, um eine schnelle und starke Vermehrung von vorneherein zu verhindern. Die Vermittlung der herrenlosen Katzen sei meist schwierig. Das Tierheim kümmere sich in der Regel um die Kastration der Vierbeiner, nur wenige Tiere würden später wieder ausgesetzt.

kil

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