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Gerätewagen auf dem Prüfstand

Ausschuss berät über Anschaffung Gerätewagen auf dem Prüfstand

Mehr als zwei Stunden lang hat sich der Feuerwehrausschuss des Rates der Samtgemeinde Niedernwöhren mit den Anträgen für das Haushaltsjahr 2018 beschäftigt. Fast jeden Einzelposten vom Leinenbeutel bis zur Beschaffung eines Gerätewagens Logistik (GW-L) für die Feuerwehr Nordsehl-Lauenhagen hat sich das Gremium vorgenommen und nach Einsparmöglichkeiten gesucht.

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Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)

SAMTGEMEINDE NIEDERNWÖHREN. Bei besagtem GW-L, das das alte Löschfahrzeug ablösen soll, schieden sich beispielsweise die Geister. „Muss das Fahrzeug 15,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht haben, oder reichen 7,5 Tonnen, damit es seine Zwecke erfüllen kann?“, lautete die Frage auch vor dem Hintergrund, dass ein kleineres Modell auch mit niedrigeren Führerscheinklassen gefahren werden könne. Denn die Fahrschulkosten für drei bis vier Führerscheine für Großfahrzeuge liegen bei rund 10.000 Euro. Deshalb witterte der Ausschuss auch bei diesem Posten Einsparpotenzial.

Universalfahrzeug kann entspechend ausgerüstet werden

„Mit drei bis vier Führerscheinen pro Jahr müssen wir rechnen“, nannte Stephan Kliver, Ortsbrandmeister bei der Feuerwehr Lauenhagen-Nordsehl, die Quote, die eigentlich jährlich ausgebildet werden müsse, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten. Ratsfrau Dagmar Kretschmer (Bündnis 90/Die Grünen) erkundigte sich deshalb nach den verfügbaren Fahrern in Falle eines Falles. Dies komme auf den Zeitpunkt des Einsatzes an, erläuterte der stellvertretender Gemeindebrandmeister Stefan Ahrens. Tagsüber zu den üblichen Arbeitszeiten sei der eine oder andere Fahrer mit entsprechende Lizenz nicht abrufbereit, weil er außerhalb arbeite. Kliver gab außerdem zu bedenken, dass der GW-L als Universalfahrzeug ausgelegt sei, der entsprechend des Bedarfs ausgerüstet werden könne und ohne Ausrüstung schon 5,5 Tonnen wiege. „Zwei Tonnen Beladung das ist nicht viel“, sagte er über ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen.

„Unser Fahrzeugkonzept sieht ein GWL vor“, erinnerte Samtgemeindebürgermeister Marc Busse den Ausschuss. „Es ist unstrittig, dass es angeschafft werden soll“, entgegnete Friedrich Möller (WGN). Er vertrete aber die Ansicht, dass 7,49 Tonnen ausreichen bei einer Einwohnerzahl von 8000 Menschen. „Ich werde definitiv nicht für 15,5 Tonnen stimmen“, kündigte Möller an.

Ausschussvorsitzender Gerd Wischhöfer (SPD) schlug vor, zunächst Vergleichsangebote einzuholen, um die Kosten einschätzen zu können. Die Verwaltung solle dies aber zeitnah tun, weil das alte Fahrzeug „abgängig“ sei. bab

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