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HGV will Mitglieder aus dem Sessel holen

Samtgemeinde Niedernwöhren HGV will Mitglieder aus dem Sessel holen

Der Handel- und Gewerbeverein Niedernwöhren (HGV) möchte wissen, wo den Selbstständigen der Samtgemeinde der Schuh drückt. Doch auch beim jüngsten Stammtisch war lediglich ein rundes Dutzend der 72 Mitglieder erschienen. „Mal wieder“, wie Vorsitzender Peter Pape bedauerte.

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Quelle: bab

Samtgemeinde Niedernwöhren. Der überschaubare, aber engagierte Kreis lamentierte nicht lange, sondern stieg in die Arbeit ein, um die Resonanz zu verbessern. Ute Held und Benjamin Roß stellten ein eigens ausgearbeitetes Konzept vor. Die Mitglieder werden nun einen Fragebogen erhalten, den sie ausfüllen und zurücksenden sollen. Dann erhalten sie eine Einladung zur Präsentation der Ergebnisse. Dieses Zusammentreffen soll als „World-Café“ organisiert werden. Die Teilnehmer mischen sich in unterschiedlichen Gruppierungen und sammeln Gedanken und Ideen. Es soll abgefragt werden, was die Mitglieder vom Verein erwarten und inwiefern dieser den einzelnen Betrieben helfen könnte.

 Eines wurde jedoch deutlich gesagt: Der HGV soll sich Ziele stecken, die über den Eigennutz der Mitglieder hinausgehen. Alles andere würde laut Rolf Wöbbeking „zu kurz greifen“. „Neue Kunden im HGV zu gewinnen ist jedenfalls die falsche Erwartung“, gab Sören Sölter ihm Recht. „Dieser Standpunkt wurde noch nie so offen geäußert“, sagte Sölter.

 Dennoch glaubt der HGV-Stammtisch dass die Vereinsmitglieder aus der Zusammenarbeit einen großen Nutzen ziehen könnten. Gegenseitige Hilfe wäre für die HGV-Stammtisch-Mitglieder in Sachen Know-how und Synergieeffekte durchaus zu erzielen. Wöbbeking, der die Mitglieder „aus dem Sessel holen“ will, bot auch an, Kontakte zu den Seniorenberatern der Weserbergland AG herzustellen, deren Mitglied er ist. „Es ist wichtig, dass es den vielen Kleinen gut geht, dann geht es auch der Gemeinde gut“, meint er. „Dialog mit anderen kann helfen, das Alltags-Know-how zu verbessern“, argumentierte Wöbbeking. „Ich glaube, der Hilfebedarf ist da und oft trivial. Nur er dringt nicht nach außen“, ist seine Einschätzung.

 Meerbecks Bürgermeisterin Sabine Druschke glaubt, durch mehr Engagement würden die Selbstständigen auch öffentlich im Gespräch bleiben. Das könnte nach ihrer Meinung auch die Samtgemeinde „sensibler für ihre Gewerbetreibenden machen“. Bei Ausschreibungen wisse die Verwaltung oft gar nicht, welche Fachbetriebe in der Samtgemeinde beheimatet seien.

 Der HGV, der seit 2008 besteht, organisiert im Turnus von drei Jahren eine Gewerbeschau. Präsentationen könnten nach der Idee des Stammtisches künftig auch in der Zwischenzeit im kleineren Rahmen innerhalb der einzelnen Orte organisiert werden. So könnten Tage der offenen Tür eine Gelegenheit bieten, dass sich weitere Betriebe anschließen und dabei ihre Produkte und Dienstleistungen bewerben.

 Das nächste Treffen des Stammtisches ist am Donnerstag, 9. Oktober. Beginn ist um 19.30 Uhr im Alten Krug Niedernwöhren. An diesem Termin sollen möglichst viele Mitglieder im „World Café“ zusammenfinden. bab

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