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Hortplätze werden Mangelware und teurer

Betreuungslücke befürchtet Hortplätze werden Mangelware und teurer

Die Anzahl der Hortplätze in der Samtgemeinde Niedernwöhren ist knapp. Das haben sowohl die Verwaltung als auch Eltern festgestellt, deren Kinder demnächst eingeschult werden. Acht Plätze sollen neu entstehen. Gleichzeitig hat der Ausschuss beschlossen, die Gebühren um 30 Euro monatlich anzuheben.

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SAMTGEMEINDE NIEDERNWÖHREN. Der Schul- und Kindergartenausschuss des Rates der Samtgemeinde hat empfohlen, die Zwölfergruppe um acht Plätze auf 20 aufzustocken. Eine Erweiterung darüber hinaus, setze voraus, dass bauliche Veränderungen unternommen würden, sagte Samtgemeindebürgermeister Marc Busse. Der Ausschuss hat zudem dafür plädiert, die Hortgebühren um 30 Euro monatlich auf 200 Euro anzuheben. Stichtag dafür soll der 1. August 2018 sein.

Sorge vor Betreuungslücke

 Eine Mutter hatte während der Einwohnerfragestunde des Gremiums für fünf Familien nach der Kapazität der Hortplätze gefragt. Die Eltern befürchten, dass sich im Gegensatz zur Ganztagsbetreuung in den Kindergärten eine Betreuungslücke mit Eintritt ihrer Kinder in die Grundschule ergeben könnte. Der Ausschuss hatte das Thema aber ohnehin auf der Tagesordnung. Demzufolge existieren momentan am Grundschulstandort Niedernwöhren 32 Hortplätze. Derzeit liegen der Samtgemeinde für 2018 13 Anmeldungen vor. Demgegenüber verlasse aber nur ein Kind den Hort. Da zurzeit 25 Plätze belegt seien, könnten im kommenden Jahr fünf Anträge nicht berücksichtigt werden.

 „Es wäre das falsche Signal, wenn wir auf den wachsenden Bedarf nicht eingehen würden“, sagte Busse. Jedoch sei eine andere Sache, ob Voraussetzungen für eine Hortbetreuung an allen Schulstandorten umgesetzt werden könnten. Busse nannte als Voraussetzungen Umbaumaßnehmen, die Genehmigung der Landesschulbehörde und zusätzliches Personal. Vor dem Hintergrund der dann zu erwartenden finanziellen Belastung schlug er vor, sich „erst einmal auf Niedernwöhren zu fokussieren“. Der Samtgemeindebürgermeister betonte wiederholt, dass sich schließlich um eine freiwillige Leistung der Samtgemeinde handele.

Inklusion im Hort

 Dennoch informierte Lauenhagens Grundschulleiterin Heike Radecke darüber, dass Platz und Räume in Lauenhagen durchaus vorhanden wären. Jutta Roth, Leiterin der Wilhelm-Busch-Grundschule mit Standort Meerbeck und Niedernwöhren, informierte zudem darüber, dass es durch die die Inklusion auch im Hort immer mehr Kinder mit Betreuungsbedarf gebe. „Es ist wichtig, dass wird die Betreuung auch dahingehend entwickeln“, forderte auch Hanna Mensching-Buhr von der CDU-Fraktion. Franka Stefanski, Geschäftsbereichsleiterin Kinder und Familie bei der PLSW, die auch die integrativen Kita Abenteuerland in der Samtgemeinde unterhält, rechnet in den kommenden Jahren mit weiterem Bedarf.

 Obwohl die Hortgebühren im August bereits gestiegen waren, hat der Ausschuss sich für eine weitere Anhebung um 30 Euro auf 200 Euro pro Monat ab dem 1. August kommenden Jahres geeinigt. Der Antrag der SPD, auf Erhöhung der Gebühren um 60 Euro, ist abgelehnt worden. Auch über die Steigerung von 30 Euro wurde kontrovers diskutiert, da es lediglich um vier Stunden Betreuung gehe. Der Ausschuss empfahl am Ende aber einstimmig. bab

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