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Keiner hat mehr die Mehrheit

Kommunalwahl Keiner hat mehr die Mehrheit

Hat die Badewonnen-Debatte der SPD auf Samtgemeindeebene die Stimmen weggespühlt?

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SAMTGEMEINDE NIEDERNWÖHREN. Wie berichtet haben die Sozialdemokraten im Samtgemeinderat zwei Sitze, 6,9 Prozent und damit die absolute Mehrheit verloren. Fraktionschef Gerd Wischhöfer hatte damit schon gerechnet, berichtet er am Tag nach der Wahl.

Ein Grund könnte seiner Meinung nach die eher ablehnende Position der SPD zum Erhalt der Badewonne sein – das sei aber nur ein Faktor, sonst hätten wohl auch Sabine Druschke und Thomas Bachmann, die nicht zu den Badewonnen-Befürwortern zählten, nicht so viele Stimmen erhalten, mutmaßt er. Noch ein Faktor: Etwa die Hälfte der SPD-Bewerber sei zum ersten Mal angetreten. Dafür sei das Ergebnis mit zehn Sitzen doch zufriedenstellend. Einen Bündnispartner, um wieder die Mehrheit im Rat zu bekommen, habe er noch nicht im Auge. Das werde sich themenbezogen zu gegebener Zeit zeigen.

Ausgeschlossen scheint jedenfalls eine rot-grüne Zusammenarbeit, denn die Grünen distanzieren sich auch nach der Wahl von der SPD. Fraktionschefin Dagmar Kretschmer nimmt kein Blatt vor den Mund: Mit ihrem Stimmgewinn von 1,8 Prozent „haben wir einen Beitrag dazu geleistet, die Mehrheit zu brechen.“

Und sie geht noch weiter: „Die SPD musste anerkennen, dass ihre Politik der vergangenen Ratsperiode nicht dem Willen der Bürger der Samtgemeinde entsprach.“ Der Erfolg der Wählergemeinschaft, die zwei Sitze dazugewinnen konnte, zeige ihrer Ansicht nach, dass es in Zukunft sehr wichtig für die Ratsarbeit sein werde, dass sich die Beschlüsse deutlich positiver in den Randgemeinden wiederfinden.

Über das Ergebnis ihrer eigenen Fraktion sagt Kretschmer: „Wir empfinden große Freude über den Stimmengewinn von 1,8 Prozent über den Fukushima-Zuschlag von 2011.“ Obwohl die Grünen im Wahlkampf offensichtlich mit ihrem Einsatz für den Erhalt der Nordsehler Badewonne geworben haben, sagt Kretschmer jetzt, dass dieses Thema nicht so wahlentscheidend gewesen sei.

Keine Überraschung hat das Wahlergebnis für Ernst Führing, CDU-Fraktionssprecher auf Samtgemeindeebene, gebracht. „Das war so zu erwarten“, sagt er. Dass die politischen Themen der letzten Wahlperiode maßgeblich für die Stimmverluste der SPD verantwortlich war, glaubt er nicht. Er spricht das eher dem Bundestrend zu. Zudem sei ein Großteil ohnehin Stammwähler. Das zeige sich auch im Meerbecker Rat. Dort dominiert seit eh und je die SPD und die CDU bleibe mit kleinen Schwankungen relativ konstant bei dreißig Prozent. Mehr hatte Führing demnach auch nicht erwartet. kil

Die neuen Gemeinderäte

Wiedensahl:

SPD: Anneliese Albrecht (285), Ralph Dunger (163),
Peter Pape (80), Udo Rüffer (94), Ulf Thiemann (100).
CDU: Kurt Cholewa (170), Bernhard Peeck (168), Adolf Peeck (58).
Wählergemeinschaft (WWW): Carsten Dreyer (73).

Nordsehl:

CDU: Bettina Brinkmann (63), Adolf Deterding (87), Fabia Deus (28), Wilhelm Eickenjäger (284), Dagmar Franke (32).
SPD: Dietmar Böse (116), Eric Kaune (27).
Grüne: Friedrich Eickmann (90), Annika Schöttker (33).

Meerbeck:

SSPD: Eilsabeth Ballosch (109), Thomas Bittner (66), Torsten Buhl (222), Sabine Druschke (709), Heidemarie Hanauske (99), Dietmar Mensching (80), Daniel Meyer (68), Martin Rehmer (67).
CDU: Ernst Führing (212), Jürgen Heine-Heißenbüttel (71), Stephanie Opfermann (151).

Lauenhagen:

WHLB (Wählergemeinschaft Hülshäger und Lauenhäger Bürger): Melanie Aldag (68), Cord-Wilhelm Böhne (108), Lothar Ebbighausen (143), Eike Ehlerding (380), Dieter Kappmeier (174), Siegbert Krickhahn (223), Carsten Ludewig (83), Norbert Mex (113), Christel Schütte (119), Harald Tielking (226), Henrike Wittum (116).

Niedernwöhren:

SPD: Christine Bachmann (22), Thomas Bachmann (439), Stefan Bulmahn (151), Angela Hartmann (68), Jan Heinemann (98), Arno Liebrecht (171), Friedrich Liebrecht (90), Ralf-Uwe Seeger (209).
CDU: Klaus-Dieter Biering (36), Monika Insinger (170), Kai-Uwe Völkening (190).

Pollhagen:

WGP: Véronique Berg (103), Carina Maddis (51), Friedrich Möller (294), Simone Schäfer (59), Stefan Schneider (55).
SPD: Heike Hoffmann (40), Roman-Bernd Stadie (68), Gerd Wischhöfer (190), Jürgen Zimmer (122).
CDU: Thomas Fisch (33), Heinrich Möller-Lindenberg (80).

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