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Samtgemeinde Niedernwöhren Kirche soll Kita-Träger bleiben
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Kirche soll Kita-Träger bleiben
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00:22 23.08.2015
Die Samtgemeinde ist in Verhandlungen über die Trägerschaft von drei Kindergärten. Quelle: Symbolfoto dpa
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Samtgemeinde Niedernwöhren

Samtgemeinde Niedernwöhren. Die Landeskirche ist Träger der Kitas in Nordsehl, Meerbeck und Lauenhagen. Die Samtgemeinde möchte die Trägerschaft nach Möglichkeit bei der Kirche belassen, zugleich aber die Kosten für die Samtgemeinde möglichst gering halten. Bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Soziales kommt das Thema erneut auf den Tisch. Termin der öffentlichen Sitzung ist Dienstag, 25. August, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Samtgemeindeverwaltung.

Die Verhandlungen mit der Landeskirche wurden am 30. Juni wieder aufgenommen. Über die Abwicklung der Jahre 2012 bis 2014 konnte Einigung erzielt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Insgesamt erhält die Samtgemeinde hier eine Erstattung über rund 25 000 Euro. Diese soll im Rahmen der Jahresabschlüsse der einzelnen Kindertagesstätten verrechnet werden.

Die laufenden Verhandlungen betreffen jetzt einen neuen Vertrag, der ab August 2016 gelten soll. Im Beschlussvorschlag, der im Ausschuss zur Abstimmung steht, sind die Prioritäten der Samtgemeinde klar formuliert: Primäres Ziel der Verhandlungen sei es, die Trägerschaft bei der Kirche zu belassen, lautet der erste Punkt.

Verhandlungsbedarf besteht aus Sicht der Verwaltung nur noch bei den Punkten „Verwaltungskostenpauschale“ und „Gruppenpauschale“. In diesen zwei Punkten scheinen sich Kirche und Samtgemeinde nicht einig zu sein. Die Samtgemeinde wünscht sich beispielsweise eine niedrigere Verwaltungskostenpauschale als vom Träger angedacht. „Sollte dem Vorschlag der Kirche zugestimmt werden, würde dies zu einer Mehrbelastung für die Samtgemeinde Niedernwöhren in Höhe von 8140 Euro führen“, wird in der Vorlage erläutert. Die Kirche möchte die Verwaltungspauschale nämlich verdoppeln und die Gruppenpauschale minimal erhöhen. Damit „schneidet die Samtgemeinde hier schlechter ab“, heißt es weiter. In diesem Punkt sieht die Verwaltung also noch Verhandlungsbedarf.

Und: „Bei einem Scheitern der Verhandlungen müsste man wieder selbst die Trägerschaft übernehmen.“ Dann würden durch den Wegfall der kirchlichen Pauschalen aber Einnahmen in Höhe von rund 56 000 Euro fehlen. Darum sieht die Verwaltung auch das primäre Ziel darin, die Trägerschaft bei der Kirche zu belassen: „Möglicherweise mit der Konsequenz, dass man den Forderungen der Kirche nachgeben muss.“ Es sollte jedoch versucht werden, heißt es, eine für die Samtgemeinde „annähernd kostenneutrale Lösung zu finden“. Darüber gilt es nun zu diskutieren. kil

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