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Samtgemeinde Niedernwöhren Mehrheit will konventionelle Wohnformen
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Mehrheit will konventionelle Wohnformen
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00:19 09.06.2018
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Samtgemeinde Niedernwöhren

Auch, wenn 151 Fragebögen auf den ersten Blick eher wenig erscheint, findet Jürgen Weh, Vorsitzender des Samtgemeindeverbands, dass dieser Rücklauf zeigt: „Es gibt auf jeden Fall einen Bedarf.“

Wie berichtet, hat die SPD an die älteren Bewohner der sechs Mitgliedsgemeinden Fragebögen verteilt, um herauszufinden, wie die Senioren im Alter wohnen möchten. „Welche Wohnform bevorzugen sie? Welchen Standort? Und ist ihnen eine Betreuung wichtig?“, lauten die Fragen.

Mehrgenerationenhaus an dritter Stelle

Mehr als ein Drittel haben sich laut Umfrage für eine Etagenwohnung mit Fahrstuhl ausgesprochen, gefolgt von Drei-Zimmer-Bungalows, wie es sie bereits in Sachsenhagen gibt. Ein Mehrgenerationenhaus steht bei den Befragten nur an dritter Stelle und eine Senioren–WG können sich nur 29 der befragten Personen vorstellen. Besonders wichtig ist den Menschen bei allen Wohnformen, dass die Möglichkeit einer Betreuung besteht.

Die Standort-Frage ist schwierig. Nach Angaben von Weh möchte natürlich jeder gerne in seiner Gemeinde wohnen bleiben. Die meisten gaben zwar Meerbeck und Niedernwöhren an, dies sind aber auch absolut betrachtet die einwohnerstärksten Gemeinden. Für den SPD-Verband spielt dabei außerdem eine große Rolle, dass in den beiden Gemeinden die Nähe zu Arzt, Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten gegeben ist. Ganz wichtig sei vielen auch: „Es muss bezahlbar sein“, erläutert Weh.

Ergebnisse politisch diskutieren

Weiterhin fragte die SPD auch, wann sich die Bewohner vorstellen können, „seniorengerechtes Wohnen“ in Anspruch zu nehmen. Dabei sei herausgekommen, dass die meisten noch möglichst fünf bis 20 Jahre in ihrer jetzigen Wohnsituation bleiben wollen.

Die Ergebnisse nimmt die SPD-Fraktion jetzt mit in den Samtgemeinderat, wo sich das weitere Vorgehen entscheiden soll. „Ich hoffe wir werden bald eine positive Entwicklung sehen, denn der Bedarf ist schon jetzt gegeben und wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren zunehmen“, so Heike Hofmann, Pressewartin des SPD-Samtgemeindeverbands. kil

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