Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Neuer 15-Tonner für die Feuerwehr

Gerätewagen für 150.000 Euro Neuer 15-Tonner für die Feuerwehr

Dass Politik und Feuerwehr nur schwer auf einen Nenner zu bringen sind, hat sich auch im Feuerwehrausschusses der Samtgemeinde Niedernwöhren gezeigt. Bei der Frage nach der erforderlichen Größe eines neuen Gerätewagens sprach sich der Ausschuss für die große 15-Tonnen-Variante für 150.000 Euro aus.

Voriger Artikel
Freiwillige für Schulen gesucht
Nächster Artikel
Fehlalarm soll teurer werden

Die Feuerwache Meerbeck-Niedernwöhren gehört zu den größeren Investitionen der vergangenen Jahre. Wegen der knappen Haushaltsmittel prüfen die Politiker jetzt jede Ausgabe besonders kritisch.

Quelle: kil

Samtgemeinde Niedernwöhren. „Das Hauptargument sind die Finanzen“, betonte Verwaltungschef Marc Busse, als es um die Frage ging: Braucht die Feuerwehr in den nächsten Jahren einen neuen Gerätewagen Logistik (GW-L) mit 15 Tonnen oder reichen auch 7,5 Tonnen aus? Letztlich empfahl der Ausschuss mit 3:2 Stimmen das große Fahrzeug für rund 150.000 Euro. Dagegen stimmten Gerd Wischhöfer (SPD) und Simone Schäfer (WGN).

Busse sprach von drei Optionen: Den von den Brandschützern aus Nordsehl-Lauenhagen beantragten 15-Tonner, einen 7,5-Tonner für 113.000 Euro oder ein von der Nenndorfer Feuerwehr ausrangiertes 7,5-Tonnen-GW-L für 60.000 Euro.

Löschteich unter Umständen verzichtbar

Ausschlaggebend bei der Entscheidungsfindung war auch der Umstand, dass der Wiedensahler Löschteich saniert werden muss. Die Kosten dafür liegen im fünfstelligen Bereich. Jetzt sei der Brandschutzprüfer zu dem Ergebnis gekommen, dass auf den Teich verzichtet werden könnte, wenn die Feuerwehren zwei Kilometer Schlauch ständig auf einem Fahrzeug parat halten, um aus dem Saal Wasser zu entnehmen, so Busse. Für Norbert Mex (CDU) ein Argument für das große Fahrzeug: „Den 7,5-Tonner können wir doch dann vergessen.“

Die folgende Diskussion brachte keine eindeutige Klarheit darüber, welches Fahrzeug nun wie viel Lasten trägt. Stefan Ahrens, stellvertretender Gemeindebrandmeister, plädierte für den 15-Tonner, der mit Allradantrieb auch die matschigen Wege des Schaumburger Waldes befahren könnte. Mit einem voll beladenen 7,5-Tonner mache er sich da Sorgen. Zudem ist er der Ansicht, dass zwei Kilometer Schlauch auch für Einsätze außerhalb von Wiedensahl sinnvoll seien. In Kuckshagen, Mittelbrink sowie zwischen Meerbeck und Hobbensen seien die Leitungen eh „dünn“.

Auch andere Aufgaben zu erfüllen

Busse hatte die Finanzen im Blick: „Wir schwimmen nicht mehr im Geld wie früher.“ Die Samtgemeinde müsse noch mehr Aufgaben erfüllen, wie Kita und Schule. „Auch der Bauhof würde sich über ein neues Fahrzeug freuen.“ In den vergangenen Jahren habe die Kommune zwei Häuser gebaut, zwei Großfahrzeuge und einiges mehr angeschafft, rief er in Erinnerung. Ausschussvorsitzender Wischhöfer gab zu bedenken, dass er keine andere 8000-Einwohner-Kommune kenne, die ein vergleichbar großes Fahrzeug vorhält. „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“, meint er. Vor einer abschließenden Entscheidung, will er die möglichen Fahrzeuge gerne anschauen.

Für kleinere Neu- und Ersatzbeschaffungen sind 2018 50.000 Euro eingeplant. Das angesetzte Budget von 35.000 Euro, kann wohl diesmal nicht eingehalten werden. kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg