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„Ohne Übergang von null auf hundert“

Niedernwöhren / Samtgemeindebürgermeister „Ohne Übergang von null auf hundert“

„Ganz viel Freude“ mache ihm sein neuer Job als Bürgermeister der Samtgemeinde Niedernwöhren, sagt Marc Busse. Im Rückblick auf das erste Dreivierteljahr seiner Amtszeit stellt der frühere Kämmerer fest: „Es flattern für mich ungewohnt reichlich Termine herein, und das schränkt meinen Privatbereich schon ein – aber damit war natürlich zu rechnen, und ich komme damit klar.“

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Hier geht‘s lang: Marc Busse hat sich mittlerweile im Büro des Samtgemeindebürgermeisters eingelebt.

Quelle: vin

Niedernwöhren. „Optimal“ sei die Unterstützung, die er in der Verwaltung erfahre, betont der 38-jährige Busse im SN-Gespräch. Das schließe seinen Mitbewerber im Wahlkampf, Hauptamtsleiter Walter Hartmann, mit ein. „Das läuft sehr harmonisch.“ Als „einer vom Team“ interpretiere er sein Amt als Verwaltungschef ganz bewusst, erledige selbst unter anderem auch Sachbearbeitung.

 Schwierig sei allerdings der Einstieg gewesen, erinnert sich Busse: „Das ging ohne jeden Übergang von null auf hundert.“ Da hätte er sich eine etwa halbjährige Einarbeitungszeit unter seinem Vorgänger Fritz Anke gut vorstellen können, was die Terminlage aber leider nicht hergegeben habe: „Da hat es sicher in den Abläufen erst mal den einen oder anderen kleinen Bruch gegeben.“ So sei er in manchen Sachbereichen ins kalte Wasser gestoßen worden. „Ich musste mich sehr schnell mit Inhalten vollsaugen, da habe ich mich dann einfach hinein gestürzt.“

 Als Parteiloser sei er bislang noch nicht zu Sitzungen der Fraktionen im Samtgemeinderat eingeladen worden. Umso wichtiger sei die enge Kooperation mit den Fraktionschefs, unterstreicht Busse. Man telefoniere mindestens zweimal pro Woche, vor jeder Sitzung eines Ratsgremiums gebe es ein Abstimmungsgespräch im kleinen Kreis. Busse betont in diesem Zusammenhang, er wolle auf jeden Fall parteilos bleiben – „aus fester Überzeugung“, fügt er hinzu.

 Die wichtigsten Erfolge der ersten sechs Monate seien an die Stichworte „Badewonne“ und Feuerwache Ost geknüpft, meint der Bürgermeister. Dass die Gemeinde Nordsehl die „Badewonne“ von der Samtgemeinde zu übernehmen bereit sei, gebe dem Bad eine gute Perspektive. „Das ist der Weg, diese Einrichtung für die Bürger zu erhalten.“ Zufrieden ist Busse auch damit, „wie wir uns auf den Weg zu einer Feuerwache Ost gemacht haben“. Da seien alle auf einer Wellenlänge. Er sei optimistisch, das Projekt bis spätestens 2015 umsetzen zu können.

 Ärger verursacht dem Bürgermeister die ausgeschaltete Straßenbeleuchtung. Im Wahlkampf habe er eine Änderung dieser Linie versprochen. „Ich halte das für eine falsche Stelle, um zu sparen. Ich finde bisher aber keine politische Mehrheit für das Einschalten.“ Er wolle aber weiter versuchen, Bewegung in diese Sache zu bringen.

 Als eine wichtige grundlegende Herausforderung für die kommende Zeit sieht Busse den demografischen Wandel. „Wir müssen sehen, wie wir unsere Orte sowohl für junge Familien wie auch für ältere Bürger noch attraktiver gestalten“.

 Eine gesellschaftliche Ehre, die ihm das Amt ermöglicht habe, werde er in nächster Zeit genießen können: nämlich bei der Traditionsveranstaltung „Matjes mit Musik“ in Stadthagen als Heringskönig auftreten zu können. Nicht nur hier, sondern in vielerlei Bereichen lerne er durch seinen neuen Posten als Bürgermeister „viele interessante Menschen kennen, das finde ich sehr spannend“. ssr

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