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Laternen sollen nachts wieder leuchten

Samtgemeinde Niedernwöhren Laternen sollen nachts wieder leuchten

Der Samtgemeinderat hat sich auf einen Kompromiss geeinigt: Die Nachtabschaltung der Straßenlaternen soll in den Nächten auf Sonnabend und Sonntag wieder deaktiviert werden – aber erst nach der Umstellung auf LED-Technik.

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Die Lampen sollen bald wieder am Wochenende leuchten.

Quelle: Archiv

Samtgemeinde Niedernwöhren. Damit folgte das Gremium mehrheitlich der Empfehlung des Bauausschusses. Dagegen stimmten die Grünen-Politiker Dagmar Kretschmer und Friedrich Eickmann sowie Thomas Bachmann (SPD). Die Nachtabschaltung läuft seit Oktober 2012 und hat eine jährliche Einsparung von 20.000 Euro erbracht. Durch die LED-Technik erwartet die Samtgemeinde signifikante Einsparungen bei den Stromkosten. Die Umrüstung soll Ende des Jahres erfolgen, sodass die Lampen Anfang 2017 am Wochenende wieder durchbrennen können.

Kretschmer sprach eindeutig für die Nachtabschaltung. Sie argumentierte mit den bereits erzielten Einsparungen und der Gesundheit: Es sei ein natürlicher, gesunder Vorgang, dass es nachts dunkel sei.

Karsten Speck (CDU) sieht dagegen „erhebliche Probleme“ bei der nächtlichen Dunkelheit. Er sei froh, wenn die Laternen „wenigstens wieder am Wochenende“ durchbrennen.

Bachmann gab an, mehrmals seine Meinung geändert zu haben. Auch wenn das Einsparpotenzial der Nachtabschaltung bei LED-Leuchten sinken würde, meint er: „Bei unserer Haushaltslage kann ich nicht verstehen, wie man das Geld aus dem Fenster werfen kann.“

„Im ländlichen Bereich ist die gefühlte Sicherheit einfach größer, wenn das Licht brennt“

Friedrich Wilharm (CDU) betonte einerseits den „Sparzwang“ und andererseits die Sorgen der Niedernwöhrener: „Gerade im ländlichen Bereich ist die gefühlte Sicherheit einfach größer, wenn das Licht brennt.“

Horst Peeck (CDU) hält den Beschluss „für einen guten Kompromiss“, auch wenn er auf Nachbarlandkreise wie Nienburg verweist, wo das Licht nachts immer aus ist. „Da hat sich auch keiner drüber beschwert.“

Helmut Schaer (SPD) sprach hingegen die Bedenken vieler Wiedensahler an. Im Dorf gebe es viele Buchten und Stolperfallen. Auch mit Blick auf die Steuber-Feten sei es nötig, dass die Wege nachts beleuchtet werden.

Für Eickmann (Grüne) steht der absolute Spareffekt im Vordergrund. Er verwies auf das Testprojekt in Mittelbrink und animierte damit Jürgen Weh (SPD) zu einem Statement. Hintergrund: In dem Ortsteil testet die Samtgemeinde seit drei Jahren den Einsatz von LED – ohne Nachtabschaltung. Die Einsparung liegt laut Samtgemeindechef Marc Busse bei einem Drittel. Weh sieht darin eine „Ungleichbehandlung“ der einzelnen Ortsteile. Busse erklärt auf Anfrage der SN: Nach der samtgemeindeweiten Umstellung auf LED sollen alle Gemeinden gleichgeschaltet werden. Die Umrüstung kostet die Samtgemeinde dank Fördermittel nur gut 4000 Euro. kil

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