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Samtgemeinde beschließt Verordnung

Kastrationspflicht in Niedernwöhren kommt Samtgemeinde beschließt Verordnung

Der Rat der Samtgemeinde Niedernwöhren hat die Einführung einer Verordnung über die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierpflicht von freilaufenden Katzen beschlossen.

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Samtgemeinde Niedernwöhren. Demnach müssen künftig alle Katzenhalter auf dem Gebiet der Samtgemeinde, die ihrer Katze Auslauf gewähren, diese zuvor kastrieren und mit einem Microchip kennzeichnen lassen. Dies gilt auch für Bürger, die einer freilaufenden Katze regelmäßig Futter zur Verfügung stellen. Ein Verstoß gegen die Verordnung kann eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 5000 Euro nach sich ziehen.

Bereits seit längerer Zeit ist der Samtgemeinde die rasant steigende Zahl der Fundtiere ein Dorn im Auge (wir berichteten). Denn für jede Katze, die auf diese Weise im Tierheim landet, muss die Kommune zwölf Euro pro Tag an das Tierheim Stadthagen zahlen.

Vor allem aufseiten der Grünen-Fraktion gab es dennoch Bedenken gegen den Beschluss. Friedrich Eickmann (Grüne) begründete seine Ablehnung damit, dass fraglich sei, wie die Samtgemeinde die Verordnung durchsetzen wolle.

Überhaupt stellte Eickmann die „horrend wachsenden Zahlungen an das Tierheim Stadthagen“ infrage. „Katzen sind Lebewesen, die vom Menschen nicht abhängig sind. Ich halte es für denkbar, dass man gar nicht von Fundkatzen sprechen muss.“

Von 34 Fundtieren im Jahr 2013 hat sich die Zahl der abgelieferten Vierbeiner 2014 auf 69 verdoppelt. Der Großteil davon waren Katzen. Im Sommer war deshalb ein Streit zwischen Tierheim und Verwaltungschef Marc Busse entbrannt, nachdem der Samtgemeinde rund 18000 Euro für die Aufnahme von Fundtieren berechnet worden waren. Busse hatte die Zahlung zunächst verweigert, weil nach seiner Ansicht die Hälfte aller Fundkatzen (32) eingefangen worden waren.

Mittlerweile hat die Samtgemeinde nach Angaben von Busse zwar bezahlt, in Zukunft soll die Abrechnung allerdings unabhängig von der Zahl der Fundtiere durch einen Pauschalbetrag erfolgen. Einen entsprechenden Vertragsentwurf habe die Verwaltung dem Tierheim bereits vorgelegt. Allerdings hat sich die Zahl der Fundtiere nach Angaben von Busse im abgelaufenen Jahr bereits wieder „normalisiert“. 9000 Euro müsse die Samtgemeinde für 2015 an das Tierheim überweisen.

Trotzdem hat der Rat mehrheitlich die Verordnung beschlossen, in der Hoffnung, die Zahl der Fundkatzen und damit die finanzielle Belastung für die Samtgemeinde weiter zu verringern. Neben der Samtgemeinde haben in Schaumburg bereits die Städte Rinteln, Bückeburg und Stadthagen sowie die Samtgemeinde Nenndorf eine Kastrationspflicht für Katzen eingeführt. ber

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