Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Samtgemeinde mit Zahlung an das Tierheim im Rückstand

Stadthagen wartet auf das Geld Samtgemeinde mit Zahlung an das Tierheim im Rückstand

Der Tierschutzverein Stadthagen wartet seit fast vier Monaten auf das Geld, das die Samtgemeinde Niedernwöhren für die Aufnahme der Fundtiere im Jahr 2014 zahlen sollte.

Voriger Artikel
Bürgermeisterin beklagt Halbwahrheiten
Nächster Artikel
Badewonne: Bürgerbegehren wieder nicht zulässig

Die meisten Fundtiere sind Katzen.

Quelle: kil

Samtgemeinde Niedernwöhren. „Wir sind langsam stinksauer“, sagt Renate Reinnisch. Rund 18 000 Euro stehen nach Angaben der Schatzmeisterin des Tierheims noch aus. „Dabei haben wir einen Vertrag.“

Darin ist festgelegt, dass die Samtgemeinde pro Tier am Tag eine Pauschale von zwölf Euro zahlt – für maximal 30 Tage. Auch nach wiederholter Rücksprache mit unterschiedlichen Mitarbeitern der Samtgemeindeverwaltung, vom Ordnungsamt bis zum Samtgemeindebürgermeister, sei bis gestern noch kein Geld auf dem Konto eingegangen. „Nicht mal einen Abschlag haben sie bezahlt“, klagt die Schatzmeisterin, die langsam glaubt: „Die wollen das einfach nicht zahlen.“

Verwaltungschef Marc Busse hält auf Nachfrage unserer Zeitung dagegen: Er habe längst veranlasst, dass das Geld überwiesen wird. An welcher Stelle es hakt, konnte er bislang nicht herausfinden.

Wie berichtet hat sich die Zahl der Fundtiere in der Samtgemeinde von 34 im Jahr 2013 auf 69 im Jahr 2014 verdoppelt. Der Großteil davon sind Katzen. Der Ansatz im Haushaltsplanentwurf 2015 wurde wegen dieser Entwicklung von 7000 Euro auf 21 500 Euro hochgesetzt. Auf Empfehlung des Finanzausschusses senkte der Rat diese Summe allerdings wieder auf 10 000 Euro, weil der Posten den Etat der Samtgemeinde sonst sprengen würde.

Die Politiker waren sich zudem einig, dass die Verwaltung klären solle, wie ein Fundtier überhaupt definiert wird. Denn die Tatsache, dass der Tierschutzverein am Mittellandkanal aktiv Fallen aufgestellt hatte, gefiel den Politikern gar nicht.

Derartige Gesprächsbemühungen seitens der Verwaltung hat es nach Angaben des Tierschutzvereins allerdings bislang nicht gegeben. Reinnisch meint dazu: Wenn die Samtgemeinde mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden sei, dann müsse sie gewünschte Änderungen rechtzeitig verhandeln. Die Zahlungen einfach einstellen, sei der falsche Weg.

Für den Tierschutzverein, der monatlich Mitarbeiterlöhne, Tierarztkosten und Futter zahlen muss, sind die fehlenden 18 000 Euro eine Menge Geld, erklärt Reinnisch. „Wir haben unsere Leistung erfüllt“, jetzt ist die Samtgemeinde am Zug, sonst müsse man darüber nachdenken, den Vertrag zu kündigen und keine Fundtiere aus dem Einzugsgebiet mehr aufzunehmen – auch, wenn der Verein das nur ungern täte.

In diesem Jahr sind erst wenige Katzen aus der Samtgemeinde im Tierheim eingetrudelt. Aber mit Blick auf die Maikatzen rechnet das Team mit einer erneuten Welle auch in Niedernwöhren. kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg