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Samtgemeinde Niedernwöhren Unzufrieden mit der Badewonne
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Unzufrieden mit der Badewonne
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00:17 31.12.2017
Marc Busse in seinem Büro in der Samtgemeindeverwaltung Niedernwöhren. Quelle: kil
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Samtgemeinde Niedernwöhren

Mit welchen Gefühlen blicken Sie als Samtgemeindebürgermeister auf das Jahr 2017?

Mit positiven Gefühlen. Wir haben einiges geschafft und wir haben wichtige Dinge angestoßen. So konnten wir die Kinderbetreuung weiter verbessern und ausbauen. Der Kindergarten Abenteuerland wurde um eine Krippengruppe erweitert. Dabei wurden knapp 600.000 Euro investiert. Mit diesem Angebot kommen wir dem Bedarf nach Plätzen für die U3-jährigen im Ganztagsbereich nach. Die aktuell insgesamt 45 Krippenplätze werden langfristig zwar nicht ausreichen, aber wir sind auf einem guten Weg.

Darüber hinaus haben wir die Straßenbeleuchtung komplett auf LED umgestellt, den Bauhof mit einem neuen Aufsitzrasenmäher und die Feuerwehr mit zahlreichen Gegenständen ausgestattet. Wir werden aufgrund der demografischen Entwicklung und der Anforderungen im Rahmen der Inklusion schwierige Veränderungen im Grundschulbereich zu bewältigen haben. Mit dem Grundschulkonzept haben wir eine wertvolle Grundlage, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Badewonne ist 2017 an den Förderverein übertragen worden. Sind sie zufrieden mit dem aktuellen Stand oder hatten Sie größere Erwartungen?

Mit dem aktuellen Stand bin ich überhaupt nicht zufrieden! Die Übertragungsverträge sind immer noch nicht unterschrieben worden. Sie liegen seit rund einem Jahr (!) unterschriftsreif beim Notar. Gerade vor dem Hintergrund, dass es in der damaligen Diskussion gar nicht schnell genug gehen konnte, kann ich diese Verzögerungen bei der Eigentumsübertragung nicht nachvollziehen. Hier leidet aus meiner Sicht die Glaubwürdigkeit. Dass bei der Planung der Sanierungsarbeiten „Sorgfalt vor Tempo“ gilt, kann ich gut verstehen, aber innerhalb eines Jahres sollten die Formalitäten zur Eigentumsübertragung zu schaffen sein. An dieser Stelle möchte ich ein großes Lob an Herrn Hans Herbst aussprechen. Ohne sein Engagement wäre es noch langsamer vorangegangen.

Die Neubemessung der Samtgemeindeumlage trifft vor allem Niedernwöhren hart. Bringt es der Samtgemeinde unterm Strich Vorteile? Und ist 2018 wieder eine Erhöhung der Umlage geplant?

Nach unseren Berechnungen wird die Gemeinde Niedernwöhren 2018 bei gleichbleibender Samtgemeindeumlage von insgesamt 2,1 Millionen Euro rund 22.000 Euro weniger zahlen müssen als in 2017. Einen Nachteil für den Gemeindehaushalt kann ich daher nicht erkennen. Dadurch, dass nur noch die Steuerkraft maßgebliche Verteilungsgröße ist, wird die Samtgemeindeumlage gerechter aufgeteilt. Für die Samtgemeinde gibt es keine Vorteile. Die Höhe der Umlage ändert sich ja nicht. Sie verteilt sich nur anders auf die Mitgliedsgemeinden. Die Höhe der Samtgemeindeumlage hängt immer von der Ertrags- und Aufwandssituation der Samtgemeinde ab. Da wir uns noch mitten in den Haushaltsplanberatungen befinden, kann ich über die Höhe noch keine Aussage machen. Wir möchten die Mitgliedsgemeinden so wenig wie möglich belasten.

Sie befürworten eine Zusammenlegung der Bauhöfe. Wie sieht es im Grundschulbereich aus: Stehen hier auch bald Zusammenlegungen an?

Eine Zusammenlegung der Bauhöfe ist vor allem wirtschaftlich sinnvoll. Die „kleinen“ Gemeinden haben immer öfter Probleme, geeignetes Personal zu finden. Bei einem gemeinsamen Bauhof lassen sich unter anderem Abwesenheitszeiten der Mitarbeiter besser auffangen. Aber auch die maschinelle Ausstattung ist in einem „großen“ Bauhof besser, denn es stehen schon allein von der Anzahl her viel mehr Geräte zur Verfügung. Im Grundschulbereich haben wir eine externe Firma mit der Erarbeitung eines Konzeptes beauftragt. In diesem Konzept werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie man die Grundschullandschaft in der Samtgemeinde Niedernwöhren entwickeln kann. Da dieses Thema derzeit in den Fraktionen beraten wird, möchte ich hierauf nicht näher eingehen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welches Projekt würden Sie 2018 umsetzen?

Ich würde mir die Zusammenlegung der Bauhöfe wünschen.

Als Privatperson: Haben Sie Vorsätze für das neue Jahr?

Im Moment habe ich noch keine Vorsätze für das neue Jahr. Die fallen mir dann immer zum Jahreswechsel ein, aber wahrscheinlich würde ich gern – wie jedes Jahr – ein paar Kilogramm abnehmen wollen. Interview: kil

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