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Von Fracking bis Badewonne - Gespräch mit Maik Beermann

Ärztevereinigung hat „zu viel Macht“ Von Fracking bis Badewonne - Gespräch mit Maik Beermann

Der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) hat der Samtgemeinde Niedernwöhren einen Besuch abgestattet, intensive Diskussionen inklusive.

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Maik Beermann.

Quelle: Archiv.

Samtgemeinde Niedernwöhren. Von Fracking bis zur Badewonne, von Griechenland bis zur Gesundheitswirtschaft – der CDU-Samtgemeindeverband Niedernwöhren hat mit dem Bundestagsabgeordneten Maik Beermann eine ganze Reihe von lokalen und bundesweiten Themen diskutiert. Auf dem Programm standen ein Besuch in der Samtgemeindeverwaltung, Gespräche mit dem Förderverein Badewonne und dem Handel- und Gewerbeverein sowie eine Besichtigung der Firma Vehling in Volksdorf.

Einige der Themen wurden bei der Mitgliederversammlung am Abend noch einmal aufgegriffen. Zunächst gab der Vorsitzende Horst Peeck einen optimistischen Ausblick auf die Kommunalwahlen 2016: „Wir haben gute Chancen, auf Samtgemeindeebene vielleicht endlich mal die SPD-Mehrheit zu knacken“, sagte er. Denn die Sozialdemokraten hätten in den vergangenen Monaten nicht gerade durch „innovative Ideen“ oder „besondere Kompetenz“ geglänzt.

Bei der anschließenden Fragestunde und Diskussion mit Beermann wurde auch ein Thema angesprochen, die die Samtgemeinde Niedernwöhren unmittelbar betrifft: die Ärzteversorgung. Wie berichtet, kommen in der Samtgemeinde 8000 Einwohner auf zwei Ärzte, die beide älter als 60 Jahre sind. Peeck sprach bei der Versammlung von einer „deutlichen Unterversorgung“.

Beermann gestand, zwar kein Patentrezept für das weitverbreitete Problem zu haben, sprach aber die Beseitigung von bürokratischen Hürden an. Während die Übergabe einer bestehenden Praxis an einen neuen Mediziner recht einfach ablaufe, sei es schwierig, eine neue Praxis zu eröffnen, selbst, wenn sich ein Arzt dazu entschließt. In die Kritik stellte der Politiker dabei die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die sich manchmal dagegen sperre, wenn sich ein neuer Landarzt niederlassen möchte. Beermann sprach hier von „zu viel Macht“ der KV.

Zusätzlich zur Bürokratie, meinte er, müsse auch das Thema Studium angegangen werden. „Muss der Numerus clausus noch so hoch sein?“, stellte er die Frage in den Raum. Auch ein Praxis-Pflichtsemester bei einem Landarzt könnte sinnvoll sein.

Vorab hatte auch CDU-Mitglied Ernst Führing eine Anregung bezüglich der Zuständigkeit der KV gegeben: Im Versorgungsstärkegesetz könnte geregelt werden, dass bei einer Versorgung von unter 75 Prozent auch die Länder den Sicherstellungsauftrag erfüllen und nicht die KV.

Geehrt wurden Nathan Adam und Ernst Führing für 40 Jahre in der CDU. Seit 25 Jahren Parteimitglied ist Frank Richter. Die Neuwahlen ergaben keine Veränderungen. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. kil

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