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Samtgemeinde Niedernwöhren Walter Hartmann verlässt die SPD
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Walter Hartmann verlässt die SPD
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00:16 06.12.2012
Marc Busse (von links), Walter Hartmann, Gerd Wischhöfer. Quelle: pr.
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Samtgemeinde Niedernwöhren (jcp)

Wenige Stunden vor dem Austritt hatte der Niedernwöhrener SPD-Chef Klaus Tanski noch gesagt, es solle vor Weihnachten ein „klärendes Gespräch“ mit Hartmann und Vorstandsvertretern des SPD-Unterbezirks Schaumburg geben. Dabei sollte erörtert werden, inwieweit Hartmanns Verhalten mit den Parteistatuten vereinbar sei, so Tanski Montagmittag. Gerd Wischhöfer wollte sich zu diesem Zeitpunkt zur Lage mit zwei SPD-Kandidaten vorerst nicht äußern.

 Im Gespräch mit den SN erklärte Hartmann am Montagnachmittag, es scheine sich abzuzeichnen, „dass die mich ausschließen wollen“. Um dem zuvorzukommen, habe er seinen Austritt aus der Partei erklärt und stelle sich nun als parteiloser Kandidat zur Wahl. Hartmann meldete sich kurz darauf noch einmal in einer Pressemitteilung zu Wort.

 Darin heißt es: „Ich bewerbe mich als Einzelbewerber und unabhängig von einer politischen Partei um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Das ist rechtlich korrekt und selbst bei gleichzeitiger Parteimitgliedschaft kein ungewöhnlicher Vorgang. Um für die Wählerinnen und Wähler Klarheit zu schaffen und meiner bisherigen Partei, der SPD, das Parteiausschlussverfahren zu ersparen, bin ich aus der Partei ausgetreten.“

 Damit gibt es nun außer SPD-Mann Gerd Wischhöfer zwei parteilose Kandidaten, nämlich Walter Hartmann und Marc Busse.

 Der 62-jährige Hartmann stellt „Fachkompetenz und Verwaltungserfahrung“ von mehr als 40 Jahren in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes. Er will früheren Angaben zufolge „Entscheidungsprozesse transparent gestalten und Bürger frühzeitig mit einbinden“.

 Auch Busse will mit Erfahrung punkten. Unter anderem arbeitete er zehn Jahre lang in der Kämmerei der Landkreisverwaltung. Außerdem will er sich für die Unabhängigkeit der Samtgemeinde Niedernwöhren starkmachen.

 Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Samtgemeinde und Sparkassen-Mitarbeiter, Gerd Wischhöfer, steht aufgrund seines beruflichen Hintergrunds nach eigenen Angaben vor allem für ausgeglichene Finanzen. „Ohne solides Wirtschaften läuft in allen anderen Bereichen gar nichts“, hatte Wischhöfer Ende Oktober in den SN geäußert.

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