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Samtgemeinde Niedernwöhren / Straßenlampen aus Zappenduster

Der passende Begleiter für einen nächtlichen Spaziergang durch die Samtgemeinde Niederwöhren dürfte zurzeit wohl die Taschenlampe sein. Seit Ende vergangenen Jahres bleibt es in der Zeit zwischen 0 und 5 Uhr nachts dunkel.

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Taschenlampen oder auch mal die Beleuchtung vom Handy müssen nachts das Licht der Straßenlaternen ersetzen.

Quelle: kil

Samtgemeinde Niedernwöhren . Aufgrund von Sparmaßnahmen hat der Samtgemeinderat beschlossen, die rund 1100 Straßenlaternen für fünf Stunden jede Nacht abzuschalten. „Es war eine Summe von 20 000 Euro im Gespräch, die durch das Abschalten der Straßenbeleuchtung eingespart werden könnte“, erinnert sich Thomas Bachmann, Bürgermeister der Gemeinde Niedernwöhren. Auf welcher Grundlage diese Summe errechnet wurde und wie der Betrag zustande kam, konnte Bachmann jedoch nicht sagen.

„Ziel sind Einsparungen, aber konkrete Berechnungen wurden meines Wissens nicht angestellt“, sagt Wolfgang Radtke, Bautechniker beim Bauamt der Samtgemeinde. Und auch Walter Hartmann, der Leiter des Haupt- und Personalamtes der Samtgemeinde konnte keine Angaben über eine angestrebte Einsparungssumme machen: „Erst nach der Abrechnung anfang nächsten Jahres werden wir wissen, wie viel eingespart werden konnte.“

Während sich nach Angaben von Bachmann anfangs zunächst hauptsächlich Senioren beschwert und mit der Situation schwer getan hätten, sei die Dunkelheit mittlerweile auch bei der jüngeren Generation immer stärker im Gespräch. Gerade die jugendlichen Mädchen hätten von Problemen gesprochen. „Ich kann schon verstehen, dass es unangenehm ist, wenn man im Dunkeln allein nach Hause gehen muss“, räumt Bachmann ein. Auch im Seniorenbeirat der Samtgemeinde sind die dunklen Nächte ein Thema, wie der kommissarische Vorsitzende Heinz Schommerloh verrät. Ihn ärgere aber auch, dass manche Mitbürger anscheinend nicht mitdenken und ihre Mülltonnen als zusätzliches Hindernis für die Abfuhr auf dem Gehsteig bereitstellen würden.

Alternative Sparmaßnahmen wie das Umrüsten auf LED-Leuchtmittel seien im Samtgemeinderat auch im Gespräch, doch bis zu der Auswertung des Stromverbrauchs im nächsten Jahr, bleiben die Lampen nachts weiterhin aus, erklärt Bachmann. Anregungen gibt es auch von Seniorenbeiratsmitgliedern. Schommerloh zum Beispiel würde nach eigenen Angaben auch den Einbau von Bewegungsmeldern befürworten. Es sei jedoch fraglich, inwieweit sich das finanziell auszahle und wie aufwendig der Einbau solcher Geräte ist.

Bei besonderen Veranstaltungen oder Anlässen wie zum Beispiel in der Silvesternacht werden die Lampen Hartmann zufolge schon mal durchbrennen lassen. Man könne aber nicht jede private Feier berücksichtigen, wie der Personalamtsleiter betonte. Eine Taschenlampe bei der Hand zu haben ist in der Samtgemeinde Niedernwöhren demnach auch weiterhin angebracht, um sich den Weg zu erleuchten. tbh

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