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Abschied von einer „tollen Gemeinde“

Pastorin verlässt Wiedensahl Abschied von einer „tollen Gemeinde“

Als Susanne Link-Köhler vor zehn Jahren als Pastorin nach Wiedensahl kam, war sie ein wenig unsicher, wie die Kirchengemeinde sie aufnehmen würde. Denn anders als der vorherige Pastor sollte sie nicht mehr im örtlichen Pfarrhaus, sondern in Loccum wohnen. Ihre Bedenken wurden aber schnell zerstreut. „Ich wurde hier mit offenen Armen empfangen“, erzählt die 57-Jährige, die sich in wenigen Tagen von den Gemeindemitgliedern verabschieden muss.

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Pastorin Susanne Link-Köhler verlässt nach zehn Jahren die Gemeinde Wiedensahl.

Quelle: kil

Wiedensahl. Ein Abschied „von einer ganz tollen Gemeinde“, sagt sie. Sie habe sich in Wiedensahl immer wohlgefühlt, aber die Aussicht auf eine volle Pfarrstelle habe sie dazu bewogen, sich als Pastorin in Basbeck an der Oste, etwa mittig zwischen Cuxhaven und Stade, zu bewerben – mit Erfolg. Link-Köhler freut sich auf den neuen Job, verlässt die rund 700 Mitglieder zählende Kirchengemeinde aber auch mit einem weinenden Auge. „In zehn Jahren ist viel gewachsen“, erzählt sie. „Aus Kindergartenkindern sind mittlerweile meine Konfirmanden geworden. Und auch mit dem Seniorentanzkreis bin ich groß geworden.“ Auch ihr Büro im Alten Pfarrhaus, von dem aus sie zahlreiche Sonnenuntergänge beobachten konnte, wird sie vermissen. „Das ist ein tolles Ambiente. Es macht mich stolz, dort zu arbeiten, wo Wilhelm Busch früher ein und ausgegangen ist“, sagt die 57-Jährige. Schon allein die tägliche Fahrt zur Arbeit von Loccum nach Wiedensahl durch die Felder und Wiesen habe sie jeden Tag genossen.
Auch das Engagement der Wiedensahler hat die Pastorin beeindruckt: In der kleinen Kirchengemeinde habe man immer Leute gefunden, die sich engagieren – „quer durch alle Generationen“. Auch die Gottesdienste seien immer ziemlich gut besucht gewesen.
Mit ihrer Pfarrstelle in Basbeck schließt sich für Link-Köhler ein Kreis, denn in der Nähe ihrer neuen Kirchengemeinde hat sie früher schon einmal gearbeitet. Jetzt, wo ihre Kinder allesamt in der Ausbildung sind, ist der Wohnortwechsel auch kein Problem mehr.
Gelegenheit zum Tschüss sagen besteht am Sonntag, 15. März. Um 15 Uhr gibt es in der Kirche einen Abschiedsgottesdienst. Im Anschluss lädt der Kirchenvorstand noch zu einem Empfang ins Alte Pfarrhaus neben der Kirche ein.
Die Nachfolge ist noch nicht abschließend geklärt. Ab dem 16. März wird Pastor Joachim Diestelkamp aus Loccum die Vakanzvertretung in der Gemeinde übernehmen.
Der 57-Jährige ist gebürtig aus Detmold, studierte in Bielefeld, Göttingen und Bern, heißt es im Wiedensahler Gemeindebrief. Zusammen mit seiner Frau Corinna hat er seinen Pfarrdienst in zwei Dorfgemeinden in Niedersachsen aufgenommen. Später war Diestelkamp Superintendent in Sachsen-Anhalt, bevor er für mehrere Jahre mit seiner Ehefrau nach Dublin zog, um in einer kleinen Auslandskirche zu arbeiten. 2014 ging es zurück nach Deutschland. Seitdem teilt sich das Ehepaar die Loccumer Pfarrstelle. kil

Nur noch eine Viertel-Stelle

Nur noch eine Viertel-Stelle

Im Stellenplan des Kirchenkreises ist die Wiedensahler Pfarrstelle eigentlich nur eine Viertelstelle. Seit rund sechs Jahren hat der Förderkreis der Kirchengemeinde diese auf eine halbe aufgestockt. Nach dem Weggang von Susanne Link-Köhler sei diese „Aufstockung“ finanziell sehr riskant geworden – und könne deshalb „vorerst nicht fortgesetzt werden“, heißt es im Gemeindebrief. Abt Horst Hirschler aus Loccum, Superintendentin Goldhahn-Müller aus Stolzenau und Joachim Diestelkamp seien sich aber mit dem örtlichen Kirchenvorstand einig, dass die notwendige pastorale Arbeit in Wiedensahl vom Umfang her eine halbe Stelle erfordert. Daher arbeite man gemeinsam an einer Lösung, um die pastorale Präsenz im Ort mittelfristig wieder zu stärken.

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