Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Als die Hähnchen baumeln, kullern die Tränen

Wiedensahl / Kindertheater Als die Hähnchen baumeln, kullern die Tränen

Solche einen Ansturm kleiner Leute hat das Wilhelm Busch Geburtshaus in Wiedensahl lange nicht erlebt. Als Max und Moritz in Gestalt des Musikers Sven Selle und der Komödiantin Anna Haentjens riefen, hatten sich mehr als 200 junge Gäste aus Kindergärten und den komplett angereisten Klassen eins bis vier der Grundschule Evesen mit Betreuernund Lehrern auf den Weg nach Wiedensahl gemacht.

Voriger Artikel
Ein Holzbalken erinnert an den alten „Abtshof“
Nächster Artikel
Sandra Meyer nicht zu schlagen

Anna Haentjens als Moritz (grüne Jacke) und Sven Selle als Max begeisterten gestern mit ihrer Version von Max und Moritz die jungen Besucher im Wiedensahler Wilhelm Busch Geburtshaus.

Quelle: pr.

Wiedensahl (r). Das Duo führte die Lausbubengeschichte in sieben Streichen gleich dreimal auf. Und den Künstlern war deutlich anzumerken, wie viel Spaß es ihnen machte, sich inmitten der begeisterten Kinder durch Buschs in Kürze 150 Jahre alt werdenden Welterfolg zu tanzen und zu singen. Ein Junge stellte dabei mit seinem gekonnten Kikeriki sogar die Schauspielerin in den Schatten. Die wiederum musste ein Mädchen trösten, bei der wie bei Witwe Bolte die Tränen liefen, als die am Baum geendeten Hühner und der stolze Hahn in der Pfanne brutzelten.

Zusätzlich zu den Schülern aus Evesen waren Gruppen der Kindergärten „Löwenzahn“ aus Enzen, „Zauberland“ aus Wölpinghausen und „Littlefoot“ aus Münchehagen sowie der Kita Lahde nach Wiedensahl gekommen und verdeutlichten so einmal mehr dessen exponierte Lage im historischen Dreiländereck von Schaumburg, Preußen und Hannover.

Auch wenn es vor allem von den ganz jungen Mädchen Anmerkungen wie „die kann aber gut singen“ viel Bewunderung für die Darstellerin gab, stimmten die textsicheren Gäste vor allem zum Ende der Streiche immer wieder freudig in den Gesang ein. Haentjens geizte an historischer Stätte dann auch nicht mit Lob für die begleitenden Pädagogen: „Die Kinder hier sind in Sachen Wilhelm Busch und Max und Moritz richtig gut vorbereitet“.

Ein Glanzlicht setzten dabei zwei aus Russland stammende Eveser Schüler. Perfekt trugen die Zwillinge den anderen Kindern eine Passage aus der von Museumsleiterin Gudrun-Sophie Frommhage-Davar gereichten russischen Ausgabe mit den Übeltaten der bösen Buben vor.
Wilhelm Buschs Kinderbett war beim anschließenden Gang durch das Haus bei den Vorschulkindern ein Anziehungspunkt. Die älteren Grundschüler ließen sich derweil von der Ausstellung „Ruff! damit ins Ofenloch – Alltägliche Chemie in Buschs Bildergeschichten“, die noch bis zum 29. April in Wiedensahl gezeigt wird, inspirieren.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg