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Comic-Ausstellung im alten Markant

Max- und Moritz-Preisträger Comic-Ausstellung im alten Markant

Die frisch gegründete Comic-Initiative Wiedensahl holt erneut die deutschsprachigen Max- und Moritz-Preisträger ins Wilhelm-Busch-Dorf.

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Im alten Markant-Markt eröffnet im September eine Comic-Ausstellung.

Quelle: kil

WIEDENSAHL. Vom 4. September 2016 bis zum 31. März 2017 ist die Wanderausstellung in den Räumen des ehemaligen Markant-Marktes zu sehen. Die Schau wird von Darjush Davar in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Erlangen, dem Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach und dem Cöln Comic Haus realisiert. Schon zum 150. Geburtstag von Max und Moritz hat das Geburtshaus im Jahr 2014 den Preisträgern eine Ausstellung unter dem Titel „Endlich Comic“ gewidmet – ebenfalls auf Initiative von Davar. Warum also jetzt im alten Markant-Markt und ohne Beteiligung der Wiedensahler Museen?

 Nach Angaben des Kurators Davar habe dieser im Januar 2016 ein schriftliches Kooperationsangebot an die Museumslandschaft Wiedensahl gerichtet. Eine offizielle Zusage oder Absage habe er bis heute nicht erhalten, lediglich die Aussage eines Vorstandsmitglieds, dass die von Davar geplante Ausstellung weder im Geburtshaus noch im alten Pfarrhaus stattfinden solle.

 Die Vorsitzende der Museumslandschaft, Anneliese Albrecht, bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass der Vorstand der Museumslandschaft einstimmig beschlossen habe, dass es 2016 keine Comic-Ausstellung in den beiden Wiedensahler Museen – Geburtshaus und Pfarrhaus – geben soll. Die Gründe wollte Albrecht nach Absprache mit Vorstandsmitgliedern nicht nennen.

 Ein Statement in ihrer Funktion als Bürgermeisterin der Gemeinde wollte sie ebenfalls nicht abgeben, da sie in dieser Sache zwischen zwei Stühlen stehe und sich in diesem Fall für einen Stuhl entscheiden müsse. Soll heißen: Diesmal stehe die Position und der Beschluss der Museumslandschaft über der Gemeinde.

 Davar ist nach der Entscheidung der Museumslandschaft selbst aktiv geworden. Ohne die Mitarbeit von Wiedensahler Museen oder Vereinen habe er nach einer geeigneten Räumlichkeit gesucht und sei dabei im ehemaligen Markant-Markt, der seit April leer steht, fündig geworden. Für einen Kostenbeitrag habe ihm der Eigentümer Christian Steuber die Räume angeboten.

 Mit der Ausstellung möchte Davar keine Konkurrenz zu anderen Museen darstellen, betont er. Ihm gehe es darum, den Faden zwischen Max-und-Moritz-Preis und Wiedensahl als Buschs Geburtsort nicht abreißen zu lassen, erklärt er im SN-Gespräch. Schließlich sei Busch einer der Urväter des Comics, womit auch der Landkreis werbe.

 

 Der Erfolg der vergangenen Ausstellung „Endlich Comic“, den er vor allem am bundesweiten Medienecho festmacht, zeige, dass es ein großes öffentliches Interesse am Thema Comic gebe. Mit den Max- und-Moritz-Preisträgern 2016 (siehe unten) komme jetzt erneut „die Crème de la Crème der deutschen Comicszene“ nach Wiedensahl, hebt der Initiator hervor.

 Schon Mitte August möchte Davar die Schaufenster mit Busch-Motiven verschönern. Diese sollen dann in Abstimmung mit dem Eigentümer des Ladens auch bis zu einer anderweitigen Nachnutzung dort bleiben. kil

 

Künstler

  • Barbara Yelin hat den Preis für die beste deutschsprachige Comic-Künstlerin 2016 gewonnen.
  • Birgit Weyhe bekam für „Madgermanes“ den Preis für den besten deutschen Comic.
  • Katharina Greve ist für den besten Comic-Strip („Das Hochhaus. 102 Etagen Leben“) ausgezeichnet worden.
  • Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter sind die Autoren des besten Kinder-Comics „Kiste“.
  • Die Macher von „Wunderfitz“ bekamen den Preis für die beste studentische Comic-Publikation.
  • Den Publikumspreis erhielt Mikiko Ponczeck für „Cras’n’Burn“.
  • Der Verleger Johann Ulrich vom Berliner avant-verlag wurde stellvertretend für die Bemühungen kleinerer Verlage ausgezeichnet, die Comic-Kultur zu pflegen.
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