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Wiedensahl Comic-Markt macht weiter
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Comic-Markt macht weiter
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09:59 22.02.2018
Quelle: kil
WIEDENSAHL

Allerdings müssen noch einige Brandschutzauflagen erfüllt werden. Christian Steuber, Inhaber des Gebäudes, habe sich freundlicherweise bereit erklärte, diese Arbeiten zeitnah durchzuführen, damit der Comic-Markt am 18. Juni eine weitere Ausstellung – „Bilderbögen“ – eröffnen kann. Steuber ist Eigentümer des ehemaligen Markant-Marktes, Davar ist Mieter der Räume.

Die zweite Ausstellung ist für den 3. September fest im Kalender des Comic-Marktes eingetragen. Es handelt sich um eine Schau über die Comicgeschichte Kenias, die die Comic-Initiative Wiedensahl in Kooperation mit dem Goethe-Institut in Kenia und dem Kulturnetz Bremen auf die Beine stellt.

"Niedrigschwelliges Kulturangebot" schaffen

Darüber hinaus soll es wieder ein regelmäßiges Programm mit Musikabenden, Workshops und Vorträgen rund um das Thema Comic geben. Die Angebote sollen für die Besucher kostenfrei bleiben, sagt Davar, der mit seinem Comic-Markt ein „niedrigschwelliges Kulturangebot“ für die Menschen schaffen möchten. Nach den eher besucherarmen Monaten im Winter hofft er nun auf regen Zuspruch in den wärmeren Monaten.

Der Bauantrag beziehe sich auf einen Zeitraum bis März 2019, so Davar. Wie lange er den Comic-Markt tatsächlich betreibt, sei allerdings offen. Eine dauerhafte Öffnung plant Davar jedenfalls nicht. Für ihn hat die Comic-Initiative Wiedensahl lediglich die Rolle, eine Lücke zu schließen, bis die Museumslandschaft als Vermarkter von Wilhelm Busch begriffen habe, dass Comic auch ein Thema ist. Und zwar eins, mit dem sich auch ein jüngeres Publikum nach Wiedensahl locken lasse, glaubt Davar.

Über Schaumburgs Grenzen hinaus

Hoffnung gibt ihm die Verleihung des Wilhelm-Busch-Preises an Ralf König. „Damit wurde eine Lanze für den Comic in Wiedensahl und Schaumburg gebrochen“, meint Davar. Schließlich habe sich die Jury bei der Auszeichnung für einen Comic-Zeichner entschieden, während die Ausstellung der Max und Moritz-Preisträger 2017 im vergangenen Jahr nicht in den beiden Häusern des Busch-Museums willkommen gewesen sei.

Positiven Anklang habe die Preisträger-Ausstellung auch über die Grenzen hinaus erfahren. Die Ausstellung von Kurator Davar ist nach Wiedensahl auch in Schwarzenbach, Köln und Bremen zu sehen – in Kooperation mit dem Erika Fuchs Haus und dem Kulturamt der Stadt Erlangen. Dort mache er „Werbung für Wilhelm Busch und Wiedensahl“. kil