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Der „Förderzug“ steht bereit

Wiedensahl Der „Förderzug“ steht bereit

Das Dorferneuerungsprogramm in Wiedensahl kann weitergehen. Die neuen Richtlinien bieten für private wie öffentliche Vorhaben große Chancen.

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„Ein super Projekt“: Gunther Korf erinnert an die Umgestaltung des Wiedensahler Marktplatzes im Zuge der Dorferneuerung.

Quelle: kil

Wiedensahl. Das berichtete Gunther Korf bei einer Bürgerversammlung in Boltens Deele. Rund 20 Einwohner waren gekommen, um sich über die Möglichkeiten zu informieren. Korf vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ARL) ist künftig für die Betreuung der Dorferneuerungsprojekte im Wilhelm-Busch-Dorf zuständig. Was ist förderfähig und welche Zuschüsse sind zu erwarten?

Das Förderspektrum habe sich insgesamt vergrößert, ebenso die Höhe der zu erwartenden Zuschüsse – im privaten wie im öffentlichen Bereich. Die Zuwendungen für öffentliche Maßnahmen lagen damals grundsätzlich bei 50 Prozent der Nettokosten. Nun berechnet sich die Summe nach der Steuerkraft. Kommunen, die im niedersächsischen Durchschnitt (plus, minus 15 Prozent) liegen, erhalten 43 Prozent aus der Dorferneuerung plus zehn Prozent, wenn sie im Leader-Programm sind. Da Wiedensahl 29,9 Prozent unter dem Steuerdurchschnitt liegt, können Maßnahmen mit bis zu 73 Prozent der Bruttokosten gefördert werden. „Da kann man schon mit den Ohren schlackern“, sagte Korf. „Das ist schon eine Hausnummer.“

Korf bot einen Rückblick auf die seit 2009 umgesetzten Projekte in Wiedensahl: 550.000 Euro Zuwendungen standen insgesamt zur Verfügung. Umgesetzt wurden drei Projekte für insgesamt 120.000 Euro: Die Umgestaltung des Marktplatzes, die neuen Lampen und das rote Pflaster an der Meile sowie der aufgemöbelte Spielplatz.

Korf und Bürgermeisterin Anneliese Albrecht ermutigten die Bürger, sich für die Zukunft mit eigenen Ideen einzubringen und im Arbeitskreis mitzuwirken. Ansprechpartner ist die Gemeinde unter Telefon (05726) 430. Als eine mögliche Idee brachte Adolf Peeck vom Heimatverein den Mehrgenerationen-Erlebnispark ein, der vor allem auch junge Familien zwischen dem Pfarrhaus und dem Busch-Museum unterhalten soll.

Private Projekte habe es bislang nur sechs gegeben. Korf: „Ich wünsche mir, dass noch viel mehr auf den Förderzug draufspringen. Nutzen Sie die Gelegenheit“, appellierte er an die Bürger. Die Zuschusshöhe liegt wie gehabt bei 30 Prozent. Allerdings sind die absoluten Zahlen gestiegen. Beispielsweise für Projekte der Dorfinnenentwicklung sind Zuwendungen von bis zu 150.000 Euro möglich. Maßnahmen können beispielsweise die Um- und Nachnutzung von alten Gebäuden mit dorfbildprägendem Charakter sein. Stichtag für die Anträge ist der 15. Februar.

Die Richtlinien bekommt man online, wenn man in der Suchmaschine „ZILE“ eingibt. kil

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