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Dreifacher Spaß in Wiedensahl

Großes Fest im Flecken Dreifacher Spaß in Wiedensahl

Drei Feste in einem und dazu ein zweiter Streich: So hat Wiedensahl den Monat Mai begrüßt. 40 Jahre Dorfkapelle, ein Hähne-Wettkrähen und den Tag der Feuerwehr galt es zu feiern.

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Ungewohnter Aufzug: Dass sie die Damen-Truppe der Feuerwehr sind, ist ihnen nicht anzusehen. Mit Sketchen halten die Wiedensähler Frauen das Publikum bei Laune.

Quelle: ade

Wiedensahl. Als Witwe Bolte kann Anneliese Albrecht sehr überzeugend sein. Das unverwechselbare, vorn verknotete Kopftuch trägt sicherlich auch dazu bei. Wie sie aber die Kelle schwingt angesichts eines doch gar nicht vorhandenen Spitzes, das lässt den zweiten Streich von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ recht lebendig vor Augen werden. Wiedensahls Ortsbürgermeisterin fühlte sich in dieser Rolle offensichtlich wohl und genoss als Witwe Bolte ein Fest, an dem allerhand zusammen kam und das eines der Ereignisse im Jahr des 150. Geburtstags von „Max und Moritz“ war. Genau genommen war es der zweite von sieben Streichen, die Wiedensahl für das Jahr 2015 plant.

 Bevor die Dorfkapelle im Gemeindesaal am Sportplatz loslegte mit ihrem Konzert, hatten draußen auf dem Sportplatz alle Besucher bereits ein Konzert der ganz besonderen Art bekommen. Zum Hähne-Wettkrähen hatte der Rassegeflügelzuchtverein des Ortes eingeladen und genau das tat dann auch die überwiegende Anzahl des Federviehs. 25 Hähne krähten, was das Zeug hält. Manche mehr als 100 Mal. Nur acht der Tiere zogen es vor, still zu sein. Seiner sei auch unter den Stillen, sagte der Vorsitzende des Vereins, Ernst-Heinrich Pöhler lachend. Das komme davon, dass bei ihm zu Hause Männer nichts zu sagen hätten.

 Bei der Feuerwehr habe sich vor vielen Jahren schon die Tradition gebildet, zum 1. Mai die Saison zu eröffnen, berichteten Ortsbrandmeister Mark Alrutz und sein Vorgänger Hauke Heinitz. Da sei es doch nur recht und billig, bei diesem Fest das erneut zu tun, anzupacken und auch noch die langjährigen Mitglieder Günther Honig (25 Jahre), Heinz-Dieter Tillmann (50 Jahre) und Wilhelm Ronnenberg (60 Jahre) auszuzeichnen.

 Ein richtiges Jubelfest hatte unterdessen die Dorfkapelle. Auf den Tag genau 40 Jahre zuvor spielten erstmals Musiker aus unterschiedlichen Gruppen Wiedensahls zusammen. Feuerwehrkapelle und Posaunenchor – beide mit zu wenig Musikern, um richtig guten Sound produzieren zu können – hatten sich damals zusammengetan. Gelächter gab es im Saal, als erzählt wurde, wie die neue Dorfkapelle seinerzeit das Marschieren beim Musizieren übte: Immer den Ziegeleiweg rauf und runter. Abwechslung im Konzert der Kapelle gab es dann noch von der Feuerwehr oder vielmehr von deren Damentruppe. Wie schon bei vielen Gelegenheiten zuvor stellten sich die Frauen dem Publikum und gaben Sketche zum Besten, natürlich auf Plattdeutsch. ade

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