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Ehrengast fällt vor Busch auf die Knie

Wiedensahl/Rinteln / Haitzinger-Besuch Ehrengast fällt vor Busch auf die Knie

Dass auch große Künstler noch Idole haben, hat der erfolgreiche Karikaturist Horst Haitzinger jetzt bei seinem Besuch in Rinteln eindrucksvoll bewiesen.

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Der Eintrag, den der Karikaturist Horst Haitzinger im Gästebuch des Wilhelm-Busch-Geburtshauses hinterließ.

Quelle: tol

Wiedensahl/Rinteln (jaj). Fotoreporter Tobias Landmann hatte nämlich im Vorfeld erfahren, dass Haitzinger ein großer Fan von Wilhelm Busch ist – und lud ihn deshalb kurzerhand zu einem Ausflug ins Wilhelm-Busch-Geburtshaus nach Wiedensahl ein.

 Ein Besuch, der mit dem Kniefall eines großen Künstlers vor seinem großen Idol endete. Denn Haitzinger, der gerade eine Ausstellung seiner Werke im Museum Eulenburg in Rinteln eröffnete, ließ es sich nicht nehmen, an dem alten Schreibpult von Wilhelm Busch Platz zu nehmen und sich im Gästebuch zu verewigen.

 Der mit Zeichnungen versehene Eintrag zeigt einen knienden Horst Haitzinger, der den auf einer Wolke thronenden Wilhelm Busch bittet: „Lieber Wilhelm, steh mir weiterhin bei! Dein Dich vergötternder Horst Haitzinger. 29. XI 2012“.

 Ein Wunsch, der von Herzen kommt. „Wilhelm Busch ist schon seit frühester Jugend mein Idol“, erklärte Haitzinger, dessen Karikaturen regelmäßig in vielen Zeitungen und Illustrierten erscheinen. „Buschs Humor ist genauso wie der von Loriot: sehr bewusst, diszipliniert und ausgetüftelt“, beschreibt er.

 Aber nicht nur der Humor des Schaumburger Dichters begeistert den 73-Jährigen. „Wie er zeichnet sowieso.“ Mehr als einmal habe Haitzinger in seinen Zeichnungen schon Werke Buschs zitiert. „Und es waren nicht meine Schlechtesten“, versichert er und lacht.

 Haitzingers Lieblingswerk von Wilhelm Busch ist übrigens „Eine kalte Geschichte“. Ein betrunkener Ehemann friert im Winter vor der Haustür fest, weil er den Schlüssel nicht mehr ins Schlüsselloch bekommt. Als die Frau ihren Mann am nächsten Morgen entdeckt, ist ihr Kommentar der Milchfrau gegenüber: „Von nun an, liebe Madam Pieter, bitt’ ich nur um einen Viertelliter!“ „Das ist kaum zu übertreffen,“ findet der Karikaturist.

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