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Wiedensahl Eigenes Stromnetz ein Ziel
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Eigenes Stromnetz ein Ziel
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17:15 25.08.2011
Ein Traktor befüllt eine Feststofffermentationsanlage. Quelle: pr
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Wiedensahl (gus). „Eine Rekommunalisierung der Energieversorgung ist nicht nur eine Forderung aus der Bundespolitik für ganz Deutschland. Nein, sie ist auch das Mittel der Wahl, einen Teil der Wertschöpfung, die durch Zentralisierung der öffentlichen Einrichtungen verloren ging, zurückzuholen“, begründet Dirk Hurrelmeyer den geplanten Vorstoß.

Die Wählergemeinschaft favorisiert eine nachhaltige und „nachbarschaftsverträgliche“ Form der Erzeugung von elektrischer Energie und Heizenergie aus Biogas auf dem Wege der Feststofffermentation. Daraus könnten sich auch Lösungen für die Landschaftspflege und für die Beschäftigung in der Landwirtschaft ergeben. „Die Versorgungssicherheit des Orts wird erhöht. Ein Stromausfall im öffentlichen Netz kann das Dorf nicht treffen, es ist energetisch unabhängig“, so Hurrelmeyer.

Die Gemeinde behielte aber trotzdem stets die Versorgungssicherheit über das öffentliche Netz, sollte die eigene Struktur versagen. Außer der Versorgungssicherheit ermöglichte die kommunale Energieversorgung auch einen Schutz vor den in Zukunft zu erwartenden Preiserhöhungen der Energieversorger.

Nicht zuletzt öffnete diese Versorgungsform die Tür hin zur Elektromobilität. Die Organisation, der Betrieb und die Wartung einer kommunalen Energieversorgung würden neue Arbeitsplätze schaffen und bestehende Arbeitsplätze sichern.

Bei der Feststofffermentation wird aus Abfällen wie Klärschlamm Strom produziert. Die Abwärme der Turbinen kann zudem zur Wärmeenergie-Gewinnung genutzt werden.

Dass Orte sich selbst mit Energie versorgen, ist in Deutschland bereits geschehen. Das brandenburgische Feldheim (145 Einwohner) beispielsweise hat Ende vergangenen Jahres ein eigenes Stromnetz freigeschaltet. Es geht auch größer: Freiamt im Schwarzwald (4000 Einwohner) exportiert seit 2006 sogar überschüssigen Strom ins öffentliche Netz.

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