Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Ein echter Busch der frühen Phase

„Der Frauenkopf“ Ein echter Busch der frühen Phase

„Der Frauenkopf“: Nach rund 160 Jahren hat ein Frühwerk von Wilhelm Busch jetzt den Weg zurück nach Wiedensahl, zum Ort seines ersten möglichen Entwurfs gefunden.

Voriger Artikel
Max und Moritz können es nicht lassen
Nächster Artikel
Glöckner feiern Geburtstag

Gudrun- Sophie Frommhage-Davar und Rudolf Meyer präsentieren den „Frauenkopf“.

Quelle: SOE

WIEDENSAHL. Das Bild „Der Frauenkopf“ wurde im Nachverkauf einer Aktion des Münchner Auktionshauses Karl & Faber von der nach dem dort 1832 geboren Künstler benannten Stiftung in Wiedensahl erworben.

 Die Akteure sind sich sicher, dass es sich bei dem Gemälde um einen echten, wenn auch untypischen Busch seiner ganz frühen Phase handelt.

 Das „Frauenkopf“ betitelte Ölbild auf Holz zeigt das Profil einer jungen Frau vor dunklem Hintergrund bis zum Ansatz ihrer unbekleideten Schulter mit streng anliegenden schwarzen Haaren. Das Bild ist nach Feststellungen der Busch-Forschung wohl in dessen kurzer Episode an der Königlichen Akademie der schönen Künste in Antwerpen (1852/53) entstanden.

Die androgyne Physiognomie weist nach Beschreibungen der Hannoveraner Busch-Expertin Ruth Brunngraber-Malottke „eine frappierende Ähnlichkeit“ mit Porträts auf, die der damals knapp 20-jährige Busch vor dieser Zeit von seinem jüngeren Bruder Adolf gezeichnet hatte. Es darf spekuliert werden, ob der in der Zeit einer schweren Typhuserkrankung in der belgischen Hafenstadt leidende Busch eines dieser Bilder zum jetzt wieder nach Wiedensahl gekommenen „Frauenkopf“ umgestaltete.

 Rudolf Meyer vom Vorstand der Wilhelm Busch Stiftung mochte sich an solcherlei Spekulationen bei der ersten Präsentation im Busch-Geburtshaus nicht beteiligen: „Es ist schön, dass das Bild jetzt in unserem Besitz ist und unsere Sammlung weiter aufwertet“.

 Gudrun-Sophie Frommhage-Davar, Museumsleiterin im Geburtshaus, versprach, das Bild ab dem 15. April der Öffentlichkeit zu zeigen – wenn die Busch-Freunde den 185. Geburtstag ihres Protagonisten feiern. Es soll zusammen mit anderen Originalen aus der ehemaligen Busch-Sammlung des im April verstorbenen Managers Fritz Günther Rehmert ausgestellt werden, die im November unter den Hammer kam.

 Rehmert hatte zunächst vor allem Bilder der klassischen Moderne gesammelt. Innerhalb weniger Jahre baute er die größte Sammlung von Originalen des Wiedensahlers in privater Hand auf. Die meisten der veräußerten Bilder sind im für Busch charakteristischen Kleinstformat gehalten. Der von der Busch-Stiftung erworbenen „akademisch große Frauenkopf“ fällt dabei allein vom Format aus dem Rahmen und ist eines der ältesten bekannten Gemälde des Erfinders von „Max und Moritz“. soe, r

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die SN suchen kreative Schaumburger. Ob Fotografie, Farbe, Skulpturen oder was die Kunst sonst alles hergibt: Unter dem Motto „Schaumburg kreativ“ suchen die Schaumburger Nachrichten auch in diesem Jahr nach Künstlern in der Region. mehr

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg