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Wiedensahl Einsatz mit „Federkörner“ und „Spreizer“
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Einsatz mit „Federkörner“ und „Spreizer“
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00:16 21.10.2013
Gegen einen „Spreizer“ hat auch eine eingeklemmte Tür keine Chance. Quelle: jed
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Wiedensahl

 Zur Verstärkung waren noch einige Kameraden der Feuerwehr Meerbeck/Niedernwöhren mit den für solche Einsätze erforderlichen Gerätschaften wie „Federkörner“, „Spreizer“ und Rettungsschere angerückt.
Um sich einen Überblick über den Zustand der beiden Insassen zu verschaffen, musste Feuerwehrmann Jan Baade zu Beginn der Übung irgendwie in das Fahrzeuginnere gelangen. Die Türen ließen sich nicht öffnen, und ein Zerstören der Seitenscheiben hätte im Ernstfall leicht zu Verletzungen der unmittelbar dahinter sitzenden Insassen führen können. Daher blieb nur der Zugang durch das Heckfenster. Also musste die Heckscheibe mit einem sogenannten „Federkörner“ erst kontrolliert zerstört und dann entfernt werden. Anschließend wurden die beiden „Verletzten“ zum Schutz mit speziellen Folien abgedeckt.

Nachdem Anhänger und Auto mit speziellen Stützen und Unterbauklötzen stabilisiert und wegen des besseren Zugriffs auch die übrigen Scheiben entfernt worden waren, konnte der Beifahrer auf einer Trage durch die Hecktür aus dem Fahrzeug „befreit“ werden. Wenig später wurde auch der Fahrer „gerettet“. Allerdings durch die Fahrertür, denn diese konnte dem knapp 50 Kilogramm schweren und von einem Ölkompressor betriebenen „Spreizer“ nicht lange widerstehen. Ebenso das Dach, das – obwohl eigentlich nicht mehr nötig – binnen kürzester Zeit mit der großen Rettungsschere vom Rest des Autos abgetrennt wurde.

Zwischen Alarmauslösung und Bergung der beiden Insassen lagen am Ende 49 Minuten. Dennis Heumann: „Eine gute Zeit. Es hat alles geklappt, wir können zufrieden sein.“ jed

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