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„Es fehlt unbedingt ein Schlachterladen“

Wiedensahl „Es fehlt unbedingt ein Schlachterladen“

Was ist, wenn der Bäcker und der kleine Einkaufsmarkt einmal schließen? Wie verkraftet der Ort den demografischen Wandel? Wie mobil sind die Dörfler? 44 Wiedensahler ließen sich am Mittwoch in „Boltens Deele“ von Adolf Peeck (67), Sprecher der „Initiative Wiedensahl“, die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema Lebensqualität im Dorf vorstellen.

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Jung und Alt sind an den Umfrageergebnissen interessiert.

Quelle: sk

Wiedensahl. In einem Gespräch mit Jugendlichen war die Idee zur Umfrage entstanden, deren detaillierte Fragen Andy Wollny und Adolf Peeck ausarbeiteten. Der mehrseitige Fragenkatalog wurde in die Briefkästen von 200 Haushalten gesteckt. 35 Fragebögen erhielt Peeck zur Auswertung zurück – ein Ergebnis, mit dem sich der Vorsitzende des Wiedensahler CDU Ortsverbandes zufrieden zeigte.

Der Hälfte aller Rückmelder ist es wichtig, in Wiedensahl einkaufen zu können. Unter anderem wurde auf den Fragebögen die Idee eines Dorfladens geäußert, und ein Bürger schrieb: „Es fehlt unbedingt ein Schlachterladen.“ Eine weitere Einkaufsmöglichkeit im Ort anzustreben, hält Tina Maria Meyer derzeit allerdings „für vergebene Liebesmüh“. Noch gebe es den Markant-Markt neben der Gaststätte Steuber, zeigte das Ortsratsmitglied am Mittwochabend auf.

In Bezug auf die medizinische Versorgung äußerten viele Umfrageteilnehmer, dass sich die Gemeinde stärker für einen Nachfolger des jetzigen Hausarztes einsetzen solle. Probleme, zu einem Facharzt zu kommen, wurden in der Umfrage nicht laut. Die Hälfte der Antwortenden fährt selbst Auto oder lässt sich fahren. Außerdem gebe es den Anrufbus, dessen Fahrzeiten jedoch flexibler sein könnten. Das System „Anrufbus Niedernwöhren“ finden laut Umfrage durch die Bank weg alle „gut“. Ein wachsendes Problem im Dorf sind leerstehende Privathäuser, weil junge Leute eher in die Stadt ziehen. Niemand der Befragten wolle laut Peeck sein leerstehendes Haus jedoch für andere Nutzungen, etwa zur Unterbringung für Flüchtlinge, zur Verfügung stellen.

40 Prozent können sich hingegen für die Installation eines Mehrgenerationen-Erlebnisparks begeistern. Dieses Projekt wolle man als erstes praktisches Konzept Bürgermeisterin Anneliese Albrecht ans Herz legen. Ziel des Treffens am Mittwoch war es laut Peeck, zu sondieren, wer an Projekten mitarbeiten möchte. Laut Umfrage ist hierzu das Interesse bei den über 55-Jährigen am größten. Ein nächstes Treffen in großer Runde ist für den 11. Oktober angesetzt. sk

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