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Frischemobil statt Markant-Markt

Mini-Supermarkt auf Rädern Frischemobil statt Markant-Markt

Heute öffnet der Markant-Markt an der Hauptstraße zum letzten Mal. Dass Wiedensahl damit seinen letzten Nahversorger verliert, stimmt allerdings nur bedingt.

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Von frischen Brötchen über Taschentücher bis zu Tütensuppen : Anja Last bietet im Frischemobil fast alles für den täglichen Bedarf.

Quelle: sk

Wiedensahl. Die Versorgung liegt für die Nutzer eines Frischemobils sogar noch näher. Der Mini-Supermarkt auf Rädern hält gewünscht vor jeder Haustür.

 „Bis Freitag!“ Mit Tüten bepackt verlässt ein älteres Ehepaar den Einkaufswagen und geht die paar Schritte zur eigenen Haustür. Die meisten ihrer Kunden seien Senioren und oft nicht mehr selbst mit dem Auto unterwegs, sagt Anja Last, die das Frischmobil der Firma Heineking aus Bohnhorst seit zwei Jahren fährt. Seit 1850 bedient das Unternehmen Kunden vor der Haustür, „erst mit der Kiepe auf dem Rücken, später mit Pferdekutschen“, ist auf der Firmenhomepage zu lesen. Heute sind die Frischemobile unterwegs.

 Seit vier Wochen zählt auch Wiedensahl zur Tour von Last. Vor dem ersten Einsatz im Dorf wurde von Haus zu Haus auf die neue Einkaufsmöglichkeit hingewiesen. Wer einen Stopp des mobilen Supermarktes wünscht, konnte sich bei der Firma melden. Das ist auch weiterhin unter der Telefonnummer (05767) 291 möglich. Bis jetzt fährt Last 60 Haltepunkte im Wilhelm-Busch-Dorf an – nicht nur längs der Hauptstraße, auch In der Hespe, an der Schützenstraße, „im ganzen Ort“, erklärt die Fahrerin und Verkäuferin. Und sie wird erwartet: „Ist das schön, dass ihr kommt“, hört sie oft. Mit „ihr“ ist auch die Firma gemeint, alle, die für diese Form des Angebotes sorgen.

 Jeden Dienstag und Freitag erreichen Last oder ein Kollege gegen 13.30 Uhr Wiedensahl, künden mit Hupen ihren Halt an. Und wenn ein angemeldeter Kunde nicht kommt, dann klingelt Last auch schon mal an der Haustür. Denn teilweise haben die Kunden auch besondere Waren bestellt, zum Beispiel einen Braten für das Wochenende.

 Von zwei Schlachtern bezieht die Firma Heineking täglich frisches Fleisch und frische Wurst. Ebenso gibt es Brot und Brötchen vom Bäcker. Eier liegen in Paletten, frisches Gemüse in Kisten. Außerdem ist der Wagen auf etwa acht Quadratmetern und bis zur Decke gefüllt mit Hunderten Artikeln des täglichen Bedarfs: Kaffee und Nudeln, Marmelade und Würstchen, Käse, Joghurt, Butter und Sahne im Kühlbereich, Mehl, Zucker, Taschentücher, Wasser, Säfte, Spirituosen. „Wir haben alles, außer Kondome“, zitiert Last lachend einen Kollegen. Aber das mit den Kondomen, das kriege man per Bestellung auch noch hin.

 Und Last fährt nicht nur über Land. Kunden warten auch in Minden auf sie. Die Supermärkte lägen häufig außerhalb, erläutert Last. Und wer nicht mehr selbst Auto fährt, keine Mitfahrgelegenheit hat oder sich seine Selbstständigkeit erhalten möchte, der freue sich auf das Frischemobil. In Wiedensahl rechnet Last ab heute mit weiterer Kundschaft. sk

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