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„Grüner Daumen“ seit 50 Jahren

Wiedensahler ist Gärtner aus Leidenschaft „Grüner Daumen“ seit 50 Jahren

Wenn die Anderen zum Schützenfest gegangen sind, ist er schon früher lieber mit dem Korb durch die Feldmark spaziert, um Blumen zu pflücken. Seine Leidenschaft für die Pflanzenwelt hat Walter Dreyer bis heute nicht verloren.

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Ein Händchen für Pflanzen: Im Garten von Walter Dreyer finden sich Hunderte unterschiedliche Blumen, Sträucher und Bäume.

Quelle: kil

Wiedensahl. Seit 50 Jahren ist der Wiedensahler als selbstständiger Gärtner aktiv – und setzt mit 77 Jahren noch immer seinen „grünen Daumen“ ein.

An erster Stelle steht heute aber sein eigener Hobbygarten. Auf 2500 Quadratmetern wachsen Rosen, Kräuter, Stauden, Obstbäume und viele weitere Pflanzen um die Wette. Gehegt und gepflegt in stundenlanger Gartenarbeit. Ein besonderes Faible hat Dreyer für biblische Gewächse: „Ich habe 80 von 110 Pflanzen, die in der Bibel vorkommen“, erzählt der 77-Jährige. Efeu, Granatapfel, Brennnessel, Tulpe, Narzisse und viele mehr. „Langweilig wird es nie.“ Einen ausgiebigen Sommerurlaub kann sich das Ehepaar Dreyer bei all den durstigen Pflanzen allerdings nicht erlauben. „Das geht nur im Winter, wenn alles ruht.“

Nebenbei bedient Dreyer mit seiner Frau Hannelore noch rund eine Handvoll privater Kunden. „Wir bewegen uns an der frischen Luft und bekommen sogar noch Geld dafür“, sagt Dreyer und lacht. Über den Ruhestand denke er zwar nach, noch will er Hacke und Spaten aber noch nicht an den Nagel hängen.

Als Kind wurde der Wiedensahler durch die Gartenliebe von Tante und Onkel zum Gärtnern animiert. Und so entschied sich der Sohn der Wiedensahler Bäckereifamilie früh gegen die Backstube und für die Arbeit an der frischen Luft. Seine Ausbildung absolvierte er in einer örtlichen Gärtnerei. In den Folgejahren kam er viel herum, arbeitete in Hannoversch-Münden und der Schweiz, besuchte in den Fünfzigern eine Gartenbauschule bei Hannover und machte 1964 seinen Meister.

Später führte ihn die Arbeit zu einem Gartenarchitekten nach Bremen und zu einer Orchideenzucht in Schulenburg. Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte Dreyer schließlich am 1. Juni 1965, zurück im Heimatort Wiedensahl. Zusammen mit seiner Frau betrieb er von 1971 bis 1993 die Gärtnerei an der Hauptstraße. Nebenbei führten das Ehepaar weiterhin Aufträge im Garten- und Landschaftsbau aus.

Während sich der Hobbygarten von Dreyer stetig entwickelt – kürzlich hat er zum ersten Mal ein asiatisches Beet angelegt – ist der 77-Jährige bei seiner Buchführung eher konservativ: „Er schreibt seine Rechnungen noch immer mit der Hand“, schmunzelt seine Frau.  kil

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