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Wiedensahl Hausabriss erschwert Polizeiuntersuchung
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Hausabriss erschwert Polizeiuntersuchung
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00:21 07.01.2016
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Wiedensahl (vin)

Das Backsteinhaus war an der Hauptstraße am Neujahrsmittag komplett ausgebrannt. Die beiden Bewohner, eine 48 Jahre alte Frau und ein 38 Jahre alter Mann, waren zum Zeitpunkt des Ausbruches nicht im Haus. Ein Nachbar hatte Rauch aus dem Gebäude steigen sehen und die Einsatzkräfte alarmiert. 115 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen an. Am Ende war der Dachstuhl derart ausgebrannt, dass das Gebäude noch am Abend teilweise abgerissen werden musste. Zu groß war die Gefahr, dass der Dachstuhl einstürzt und dabei Menschen gefährdet oder das benachbarte Haus beschädigt wird.
Im Abriss besteht auch gleichzeitig die Schwierigkeit für die Brandermittler. Denn während die Ursachen für Feuer per se schon mühsam aufzuklären sind, ist es bei einem teilweise abgerissenen Haus um ein Vielfaches schwerer. In dem Fall des Wiedensahler Hauses wurden die Spuren erst durch die Flammen, dann durch die Löscharbeiten und als Letztes durch den Abriss zerstört.
Dennoch ist die Polizei nach eigenen Angaben guter Dinge, die Brandursache doch noch ermitteln zu können. Dafür machen sich am heutigen Dienstag der Brandursachenermittler sowie zwei Kriminaltechniker ans Werk. Sie untersuchen die Überreste nach möglichen Hinweisen auf den Brandherd.
Da es sich um ein altes Haus handelt, kontrollieren die Experten zunächst die elektrischen Anschlüsse und den Sicherungskasten. Der Einsatz eines Brandmittelspürhundes ist nach Angaben eines Behördensprechers nicht geeignet. Erfahrungsgemäß lagern in jedem Haus Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin. Ein Anschlagen des Hundes bringe aus diesem Grund wenig Klarheit. Außer den Ermittlungen vor Ort werden auch die Bewohner sowie Nachbarn befragt.
Den Schaden taxiert die Polizei auf 35 000 Euro. Offenbar hatte das Paar das alte Backsteinhaus erst vor Kurzem gekauft und wollte es umfassend sanieren.
Dass bei dem Feuer nicht noch mehr passiert ist, sei dem schnellen Eingreifen der Feuerwehrhelfer zu verdanken, betont der Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte konnten trotz des Vollbrandes ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus verhindern.

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