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„Ist die Partei noch am Leben?“

SPD: Keine einzige Versammlung in vier Jahren „Ist die Partei noch am Leben?“

Im Wiedensahler Ortsverein der SPD herrscht dicke Luft. Der Grund: Seit der Wahl des Vorsitzenden Helmut Schaer vor vier Jahren hat sich in der Partei scheinbar nicht viel getan.

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WIEDENSAHL. „Ist die Partei überhaupt noch am Leben?“, wollte der Wiedensahler Günter Schuba am Mittwochabend während der Wahl der Kandidaten für die Gemeindewahl wissen.

Vier Jahre lang hat es laut Schuba keine einzige Mitgliederversammlung gegeben – kann Schaer dem Verein da überhaupt vorstehen? „Ich fühle mich immer noch als Vorsitzender“, antwortete Schaer, der während der Wahl die Aufgabe des Versammlungsleiters übernahm. Doch an diesem Punkt ging die herbe Kritik in die nächste Runde: „Du musst legal gewählter Vorsitzender sein, um die Versammlung zu leiten“, stichelte Schuba. Schaer wehrte die Kritik ab: „Als wir vor vier Jahren einen Vorsitzenden gewählt haben, wolltest du nicht“, entgegnete er Schuba.

Außerdem habe es im März eine Versammlung gegeben, bei der Schuba sich über die mangelnde Parteiarbeit nicht beschwert habe, ergänzte Schaer auf SN-Anfrage.

Auch wenn Schaer immer noch Vorsitzender des Ortsvereins ist, wie er betonte, gab er zu, dass ihm die Aufgaben „zu viel geworden sind“. „Alle, die sich hier äußern, können den Posten gerne haben. Ich nehme alles auf meine Kappe“, so der Wiedensahler. Bei der nächsten Versammlung gebe es ohnehin eine Wahl, kündigte er an.

Doch damit nicht genug: Klaus Sölter, der an diesem Abend für die Auswertung der Wahlzettel verantwortlich war, monierte einen fehlenden Namen auf der Liste. Auf Schaers Einwand, diesen handschriftlich nachzutragen, wetterte er: „Ich schreibe da nichts drauf.“

Schaer hatte eine Erklärung für den fehlenden Namen: Die Person habe sich erst am Nachmittag der Wahl für eine Kandidatur entschieden. Der Name wurde nachgetragen. mak

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