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Martinimarkt zieht magisch an

Wiedensahl / Traditionsfest Martinimarkt zieht magisch an

Ausnahmezustand herrscht in Wiedensahl wieder am 14. November. Rund 30000 Besucher aus nah und fern, so die grobe Schätzung der Veranstalter, werden an diesem Tag zum alljährlichen Martinimarkt erwartet und sollen den gerade mal 1100 Einwohner zählenden Wilhelm-Busch-Geburtsort wie immer am zweiten Donnerstag im November in eine Pilgerstätte verwandeln.

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Gemeindedirektor Nathan Adam (von links), Bürgermeisterin Anneliese Albrecht, Marktmeister Wilfried Schweer und der stellvertretende Bürgermeister Arend Oetker hoffen am 14. November auf gutes Marktwetter. Nach dem Motto: Kalt und trocken muss es sein.

Quelle: jed

Von Horst Jedamzik. Die Vorbereitungen für den größten Eintagesmarkt Norddeutschlands sind in vollem Gange. Mehr als 300 Aussteller haben ihren Standort auf der 1,6 Kilometer langen Marktmeile zugewiesen bekommen. Von Schuhputzmitteln, Mettwürsten, warmen Socken, prall gefüllten Obstkörben, Gewürzen aus aller Herren Länder, Geldbörsen und Ledergürteln bis hin zu modernen Heizkesseln und großen Traktoren ist alles zu haben, was das Herz begehrt. Wer auf Schlüpfergummi und Hosenträger steht und nebenbei auch noch über deftige Witze lachen will, für den ist der „Billige Jakob“ die beste Adresse.

 Stark vertreten ist wie immer die Gastronomie. Das obligatorische Marktfrühstück, bestehend aus Mett, Sülze und Jagdwurst, wird flächendeckend angeboten. Ansonsten ist für jeden Geschmack etwas dabei, von süß bis herzhaft, von heimisch bis exotisch, von hochprozentig bis alkoholfrei, vom großen Bayern-Zelt mit Live-Musik bis zur kleinen Bratwurstbude. Nicht zu vergessen Steubers legendärer „Dunstkeller“, dessen Türen sich nur beim Martinimarkt öffnen und in dem schon so mancher Besucher mächtig „versackt“ ist.

 Am Konzept des Marktes hat sich wenig verändert. Bürgermeisterin Anneliese Albrecht: „Einen Markt wie diesen kann man nicht neu erfinden, denn er lebt nun mal von der Tradition.“ Längst vorbei sind allerdings die Zeiten, in denen Bekanntschaften geschlossen wurden, die dann später zu Eheschließungen geführt und dem Markt die Bezeichnung „Heiratsmarkt“ beschert haben. Albrecht: „Sehr schade, eine Versteigerungsbörse für unverheiratete junge oder ältere Frauen und Männer, das wäre doch mal was.“

 Marktmeister Wilfried Schweer (70), seit 1991 in Amt und Würden, hat seine vor einem Jahr geäußerten Rücktrittsabsichten zu den Akten gelegt: „Ich mache weiter, so lange es gesundheitlich geht.“ Schweers Appell an alle, die am 14. November mit dem Auto anreisen: Erstens die geänderten Verkehrsregelungen beachten und zweitens unbedingt den Anweisungen der Einweiser folgen. Parkplätze sind garantiert ausreichend vorhanden.

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