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Wiedensahl Wiedensahl: Museumsleiter Benjamin Tillig kündigt
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Wiedensahl: Museumsleiter Benjamin Tillig kündigt
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00:21 03.02.2019
Benjamin Tillig verlässt Wiedensahl – aber nicht mal seine Chefin Anneliese Albrecht kann ihm böse sein.  Quelle: pr.
Wiedensahl

Im März des 2018 hatte Tillig den Job in Wiedensahl angetreten. Der 37-Jährige nennt jetzt „familiäre Bindungen“ als Grund dafür, dass er „die Leitung eines städtischen Museums in Süddeutschland übernehmen“ möchte.

Die halbe Stelle in der Museumslandschaft werde jetzt neu ausgeschrieben, teilt Benjamin Tillig mit. Gesucht werde eine „Persönlichkeit, die die Häuser auf dem gefundenen Weg weiterführt“, sagt er. Er habe der Museumslandschaft, die beide Häuser trägt, für die „Übergangszeit“ Beratung angeboten, so Tillig. Wie genau das aussehen könne, werde „noch geprüft“. Außerdem habe er der Museumslandschaft „ehrenamtliche Mitwirkung im Vorstand“ angetragen.

Das Angebot zur Beratung nimmt Anneliese Albrecht, Vorsitzende der Museumslandschaft, mit Freuden an. „Wir sind sehr traurig, dass Benjamin Tillig geht“, sagt sie, „auch wenn wir verstehen können, dass er künftig gern näher an seiner Heimat arbeiten möchte.“

Frischer Wind in Museumslandschaft

In Wiedensahl ist man sich einig, dass Tillig frischen Wind in das Thema Wilhelm Busch gebracht hat. Der Umgang mit dem weltberühmten Dorfhelden ist in der Vergangenheit nicht immer konfliktfrei verlaufen, verschiedene Interessengruppen und Denkschulen haben sich gelegentlich bekämpft.

Auch Museumslandschafts-Chefin Albrecht lobt den scheidenden Kulturmacher Tillig über den grünen Klee: „Er hat Hervorragendes geleistet, hier ist wirklich was passiert.“ Erst im November hatte Tillig das Projekt „Parcours – Knusprige Hähnchen“ vorgestellt, das Kunst im öffentlichen Raum Wiedensahls zelebriert. Tillig hat angekündigt, in der verbleibenden Amtszeit „noch möglichst viele Projekte umsetzen“ zu wollen.

von Arne Boecker