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Wiedensahl Nicht zuviel versprochen
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Nicht zuviel versprochen
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18:20 13.08.2017
Max (Sabine Watermann) und Moritz (Edith Müller) angeln gebratene Hühnchen. Quelle: sk
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WIEDENSAHL

Sogar der Dauerregen am Sonnabend, der erst bedenklich spät vor der Aufführung endete, hielt 400 Besucher nicht davon ab, ihr erworbenes Ticket zu nutzen. Sie wurden mit trockenem Wetter und bester Unterhaltung belohnt. 1995 war die Ur-Fassung des Bühnenstücks entstanden. Der Wiedensahler Musiklehrer Heiko Deterding erarbeitete eine Musicalfassung der sieben Max & Moritz-Streiche. Thomas Eickhoff orchestrierte das Werk, das in Änderungen und zu verschiedenen Anlässen 2003, 2013 und 2015 erneut auf die Bühne kam – jeweils mit Kindern in den Rollen. Der große Erfolg vor zwei Jahren gab den Ansporn, das Musical mit Erwachsenen aufzuführen. Dies wurde nun in dörflicher Gemeinschaftsarbeit geschafft: Feuerwehrfrauen und ein Projektchor, eine Tanzgruppe und Mitglieder der Dorfjugend bereiteten sich seit April auf ihren Bühnenauftritt vor.

Programm begeistert auf allen Ebenen

Die engagierten und talentierten Laiendarsteller wurden unterstützt von Profi-Musikern. Eickhoff dirigiert ein zehnköpfiges Orchester, hinter dem sich der Chor aufgestellt hatte. Die Einstudierung der Lieder hatte Anke Deterding übernommen.

Mit einer flotten Ouvertüre begann das Spiel am Sonntagnachmittag, erwartet von 600 Besuchern. Die ersten Bankreihen belegten Kinder, die das Szenario auf der Bühne gespannt verfolgten. „Das ist aber schade“, kommentierte ein kleines Mädchen: Just waren die toten Hühnchen der Witwe Bolte in die Pfanne gewandert. Richtig Bewegung kam bei Streich Nummer vier auf die Bühne: Nach „Unterricht“ bei Lehrer Lämpel tanzten junge Mädchen zum ABC-Song. Bürgermeisterin Anneliese Albrecht hatte in ihren Grußworten vor Beginn der Aufführung nicht zuviel versprochen: „Heute wird es ganz toll!“ Dass nicht nur die Darbietungen selbst sondern vom Ton bis zu den Kostümen, von der Schminke bis zur Bratwurst alles klappte, sei „bei uns kein Problem. Alle fassen mit an!“

Bilder auf sn-online.de

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