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Pinkelpause: Test bestanden

Wiedensahl / Öffentliche Toilette Pinkelpause: Test bestanden

Eigentlich sollte der Toiletten-Container am Marktplatz schon nach einigen Monaten wieder verschwunden sein. Der Gemeinderat wollte damit lediglich testen, wie groß der Bedarf an einem „stillen Örtchen“ in Wiedensahls Mitte ist und ob sich der Bau einer richtigen Toilette lohnt.

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Jürgen Ronnenberg verspricht: Papier ist immer genug da, wenn es mal zwickt, wie bei Schneider Böck in Wilhelm Buschs „Drittem Streich“, der auf dem Toilettencontainer im Hintergrund zu sehen ist.

Quelle: jed

Wiedensahl. Schließlich besuchen jährlich rund 10 000 Touristen das Dorf. Ein Jahr später steht der Container immer noch. Grund genug, der Frage nachzugehen, wie der Test gelaufen ist.

Einer, der es wohl am besten wissen muss, ist der Wiedensahler Jürgen Ronnenberg. In unmittelbarer Nähe wohnend, ist er im Auftrag der Gemeinde für die Beaufsichtigung und Reinigung des Containers zuständig. Er schließt ihn während der Öffnungszeiten von April bis November jeden Morgen um 8 Uhr auf und jeden Abend gegen 18 Uhr wieder ab und sorgt für den Papiernachschub.

Sein Fazit nach einem Jahr: Verunreinigungen oder gar mutwillige Zerstörungen hat es bislang nicht gegeben. Die Sauberkeit wurde von den Benutzern durchweg gelobt. Ronnenberg schätzt die Frequenz der Toilette auf rund 200 Personen im halben Jahr ein. Fest macht er das am Verbrauch der Papierhandtücher. Das sei zwar ganz ordentlich, rechtfertigt aber seiner Meinung nach auf keinen Fall den teuren Bau einer „richtigen“ Toilettenanlage. Dafür mehrere zehntausend Euro auszugeben, das lohne sich einfach nicht.

Apropos Geld: Der Container kostet die Gemeinde jeden Monat rund 300 Euro Miete. Mögliche Reparaturen gehen zu Lasten des Vermieters und sind im Mietpreis enthalten. Ronnenberg findet: „Ein angemessener Preis für ein gutes Aushängeschild, das der Container für Wiedensahl in gewisser Weise ja nun mal ist.“

Die Zeiten, in denen Jürgen und Edelgard Ronnenberg das Frischwasser über eine Schlauchleitung zur Verfügung gestellt haben und das Abwasser über eine Behelfsleitung in den Schmutzwasserkanal abgeleitet wurde, sind vorbei. Die Gemeinde hat nachgebessert und im Frühjahr für feste Anschlüsse gesorgt.

Gemeindedirektor Nathan Adam teilte mit, der Container habe sich auf jeden Fall bewährt und werde bis auf Weiteres stehen bleiben. Ob es irgendwann eine andere Lösung geben werde, müsse abgewartet werden.  jed

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