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Wiedensahl Rundmarsch durch das „Zentrum des Universums“
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Rundmarsch durch das „Zentrum des Universums“
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17:40 13.07.2018
Gute Laune herrscht auch bei den drei Fahnenträgern, nicht zuletzt wegen der Stimmung, die die Dorfkapelle verbreite. Quelle: kil
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Wiedensahl

„Kein Schützenfest ohne Dorfkapelle“, stellte Major Jens Deterding nach dem Einmarsch im Festzelt klar und ließ die Musiker hochleben, die zuvor im Garten des amtierenden Bürgerschützenkönigs Thomas Wartmann eine flotte Konzerteinlage geboten hatten.

In seiner morgendlichen Rede war Deterding auch auf die Neuerungen des diesjährigen Festes eingegangen. So fand der Familientag diesmal am Freitag statt, während der Nachmittag der Jungen Alten heute ist. Die größte Änderung: das gemeinsame Scheibenaufhängen am Sonntag mit Freibier im Zelt. „Lasst es uns doch einfach ausprobieren, anstatt das Fest zu boykottieren und aus Protest gar nicht mehr zu schießen“, appellierte er. „Denn wir sind doch alle Wiedensahler. Der Mittelpunkt Deutschlands.

Das leuchtende Zentrum des sich drehenden Universums“, scherzte der Major. „Ein Dorf, in dem wir gerne leben. Wir haben den Schwarzwald gepflanzt, den Bodensee ausgehoben und die Alpen aufgesetzt.“ Wiedensahl sei eben ein Dorf, in dem auch schon mal um kurz vor 6 Uhr die Hecke geschnitten werde. „Wir sind ein bisschen stur vielleicht, aber kompromissbereit“, schloss Deterding.

Im Festzelt gab es dann nur noch positive Worte. Neben der Kapelle ließen die Schützen die DRK-Frauen für den Kuchen, die Feuerwehr-Frauen für das Mittagessen und Jürgen Rode für das Training zu Pferde lautstark hochleben.

Und da der Ritt hoch zu Ross für den Major in jedem Jahr wieder eine Herausforderung darstellt, konnte sich Deterding einen Kommentar nicht verkneifen: „Wer behauptet hat, das Glück der Erde liege auf dem Rücken der Pferde – der war sicher besoffen“, meinte der Major, bevor sich die Schützen beim Mittagessen für das weitere Festgeschehen stärkten.

Die Pferde „Pina“ und „Percy“, die den Major und seinen Adjutanten Hauke Heinitz tragen, sind übrigens schon im vierten Jahr dabei, wie ihr Besitzer Jürgen Rode erzählte. Gestern waren die Vierbeiner „völlig tiefenentspannt“, erzählte er. Ausmarsch der Jungbürgerkompanie Aufhängen der Königsscheiben

Am Sonnabend geht es mit dem gegen 11 Uhr weiter. Anders als zunächst angekündigt findet das am Sonntag bereits um 13 Uhr und nicht um 15 Uhr statt. kil

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