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Wiedensahl Schützenfest mit Zukunft
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Schützenfest mit Zukunft
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00:28 09.03.2018
WIEDENSAHL

Der Donnerstag bleibt als Schützenfest-Auftakt bestehen, auch für das Essen wird kein Beitrag erhoben.

Durch die neue Struktur erhoffen sich die Ratsmitglieder eine Entlastung der Schützenkönige, finanziell wie organisatorisch. Da viele Teilnehmer unsicher seien, ob sie die Aufgaben stemmen könnten, würden sie gar nicht ernsthaft um den Titel schießen, hieß es. Dem wolle man entgegenwirken.

Im Schützenfestausschuss war zuvor auch die Streichung des Donnerstags sowie eine Erhöhung des Essensbeitrags für die Ausmarschierer diskutiert worden. Diese Punkte wurden nun zwar fallen gelassen, alle drei Beschlüsse gelten vorerst aber ausdrücklich nur für das laufende Jahr.

In der Diskussion der Ratsmitglieder war die Verkürzung des Festwochenendes generell umstritten. Dabei stand zum einen die Konditionsfrage im Mittelpunkt – viele Wiedensahler würden es nicht schaffen, vier Tage durchzufeiern. Zum anderen müssten viele Teilnehmer einige Urlaubstage nehmen, um am Schützenfest mitwirken zu können, in der Regel mindestens Freitag, Montag und Dienstag. Letztlich waren den Abstimmenden die Verhältnisse nicht eindeutig genug für eine tiefer greifende Änderung.

Mut zum Risiko

Bisher wurde das Schützenfest am Donnerstagabend von den Königen eröffnet, Freitag folgten unter anderem der Ausmarsch der Bürgerkompanie und das gemeinsame Essen, am Sonnabend marschierte die Jungbürgerkompanie und es wurden die am Wochenende ausgeschossenen neuen Könige proklamiert. Sonntag war Ruhetag, ehe am Montag die Scheiben angenagelt wurden.

Das Thema Schützenfest bewegt die Bürger, das wurde während der Sitzung schnell deutlich. Zwölf Besucher nahmen teil und diskutierten über die Änderungen. Anita Hävemeier sprach sich zum Beispiel dafür aus, den traditionellen Ablauf des Festes beizubehalten. Der amtierende Schützenkönig Thomas Wartmann entgegnete: „Wir sollten Mut zum Risiko beweisen und einfach mal etwas Neues ausprobieren.“

Über die Jahrzehnte habe es immer wieder Veränderungen gegeben, auch gegen Widerstände, sagte Gemeindedirektor Ralph Dunger. „Es ist immer schwer, etwas Gewohntes zu verändern.“ Im Grunde gehe es darum, das Schützenfest zukunftsfest zu machen – durch eine verstärkte Bindung der Jugendlichen an das Fest und durch die Mitnahme der anderen Bürger. „Wir könnten auch so weitermachen wie bisher, aber dann ärgern wir uns in einigen Jahren möglicherweise“, so Dunger. tro