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Sparkasse schließt Filiale

Wiedensahl Sparkasse schließt Filiale

Die Sparkassenfiliale an der Hauptstraße 69 in Wiedensahl wird zum 30. Juni geschlossen. Auch einen Geldautomaten wird es an dieser Stelle nicht mehr geben. Das teilt die Sparkasse Nienburg mit. Der Seniorenbeirat sieht darin eine „kleine Katastrophe“.

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Wiedensahl. Hintergrund: Die Bank wird „ihr Geschäftsstellennetz straffen, dabei aber das Beratungsangebot in der Fläche erhöhen“, kleine Geschäftsstellen sollen mit größeren verschmelzen. So wolle sich das Institut auf die Herausforderungen der Zukunft einstellen, heißt es. Wiedensahl ist eine von neun betroffenen Filialen im Nienburger Gebiet.
Aktuell ist die Wiedensahler Filiale nur dienstags und freitags mit einer Notbesetzung geöffnet. Künftig müssen die Kunden auf größere benachbarte Geschäftsstellen ausweichen. Die nächste Nienburger Filiale liegt in Loccum, die nächste Schaumburger Sparkasse in Meerbeck.
Hans-Martin Minner vom örtlichen Seniorenbeirat sieht darin „eine kleine Katastrophe für ältere Menschen“. „Das ist ein Einschnitt in die Selbstständigkeit“, die sich viele alleinlebende Senioren noch bewahren wollen. „Die machen doch kein Online-Banking“, sagt Minner. Nun müssten sie bei jeder Überweisung ihre Kinder um Hilfe bitten oder mit dem Anrufbus bis Meerbeck oder Stadthagen fahren. Manch einer hätte bereits überlegt, zur Volksbank zu wechseln, da diese noch vor Ort ist, weiß Minner. Aber man rechne schon damit, dass diese über kurz oder lang auch schließt, weil die größere Niedernwöhrener Filiale gerade umgebaut wird.
Eine weitere Gefahr sieht Minner darin, dass sich Senioren nun mehr Bargeld auf einen Schlag abholen würden, um es zu Hause aufzubewahren. Das spiele Einbrechern in die Hände. Aber auch für Jugendliche entstünden Unannehmlichkeiten, wenn sie um ihr Taschengeld abzuholen, jedes Mal mit dem Rad nach Meerbeck oder Loccum fahren müssen.
Als Ersatz, heißt es von der Sparkasse, soll an fast allen bisherigen Standorten künftig die „Fahrbare Geschäftsstelle“ der Sparkasse Nienburg Station machen. Dort könnten die Kunden zweimal in der Woche ihre Finanzgeschäfte erledigen und Bargeld abheben.
Als Grund für die Schließung gibt die Sparkasse ein verändertes Kundenverhalten an. Mehr als 40 Prozent erledigten ihre Geldgeschäfte mittlerweile online von zu Hause aus. Die Kunden sollen über die Zusammenlegung der Geschäftsstellen in der nächsten Woche schriftlich informiert werden. Die ihnen bekannten Mitarbeiter würden in den benachbarten Filialen unterkommen.  kil

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