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Wiedensahl Von Enterprise und Entenscheiß
Schaumburg Niedernwöhren Wiedensahl Von Enterprise und Entenscheiß
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00:22 02.03.2015
Christian Auer haut schwungvoll in die Tasten und besingt dabei berühmte Lausbuben. Quelle: kil
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Wiedensahl

Wiedensahl. Unter dem Titel „Böse Buben – Maxx und Moritz, die Fortsetzung“ bescherten die beiden Bayern den Gästen einen unterhaltsamen Liederabend, begleitet von Illustrationen im Hintergrund.

Zuerst nahm sich das Duo Heinrich Hoffmanns Klassiker vor und besang die „Struwwelpeterkids“ in bayrischer Mundart. Dabei wurden die Kinder, die Hoffmann noch als keine Ungeheuer skizziert hatte, zu den biederen Leidtragenden. Die Bösen, das waren plötzlich die Erwachsenen, die mit dem Feuer spielenden Katzen, der BMW-Jägersmann, der im Duell mit dem „GTI von Golf“ zum Wolf wird und nach dem Crash im Nebel im „Elektrorollstuhl mit Schalensitz“ landet.

Aus „Hans Guck-in-die-Luft“ wurde „Hans in the space“ – „Vor lauter Enterprise sieht er nicht den Entenscheiß“ – und „Der böse Friedrich“ wirft bei Auer und Hummel seine Aggressionen über Bord und versucht sein Leben stattdessen als angepasster, braver Friedrich in die Hand zu nehmen. Und wenn nichtmal ein Internetanschluss die unruhigen Kinder zur Ruhe bringt, hilft nur noch eins: Pillen. Denn „Ritalin und Valium machen die Kinder brav und Stumm.“

Im zweiten Teil rückten „Max und Moritz“ ins Rampenlicht und die Zuhörer erfuhren, welche Missetaten die frisch gestylten Schulverweigerer heute auf der Pfanne hätten. In der Neuinterpretation drängen Buschs Urtexte immer wieder nach vorn, auch wenn Witwe Boltes Federvieh zu einem Pekinesen-Trio mit Dobermann-Beistand mutiert und Onkel Fritz als „geiler Spanner“ von einem Computervirus in Maikäfer-Kostüm kalt gestellt wird. kil, soe

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